Das Opel-Traditionsautohaus an der Breg in Allmendshofen hoffte noch im vergangenen Herbst auf wieder anziehende Geschäfte in der Automobilbranche. Doch der aktuell geltende Lockdown und die daraus resultierenden geschlossenen Verkaufsräumen machen den Autohäusern schwer zu schaffen. „Wir beraten aktuell zwar telefonisch, doch, wenn man sich einen Pkw kaufen möchte, will man ihn sehen und erleben“, beschreibt Geschäftsführer Verkauf Wolfram Rothweiler die momentane Situation in den leeren Verkaufsräumen.

Hinzu kommt aufgrund der Pandemie die ausgedehnte Kurzarbeit und Unsicherheit bei vielen Kunden, die sich beim Autokauf eher zurückhalten, weil man momentan nicht weiß, wie es aus Sicht der Wirtschaft weitergeht. Und das gerade in Zeiten, in denen die Automobilbranche im Wandel steckt: weg von den Verbrennern hin zur E-Mobilität.

Und da ist Opel gerade kräftig am Umstrukturieren. „Man kann ein einzelnes Auto elektrifizieren, oder sein komplettes Modellangebot“, so Rothweiler. Der Corsa-e, die Plug-in-Hybrid-Versionen des Grandland X und als erstes batterie-elektrisches Nutzfahrzeug der Vivaro-e sind bereits seit längerem am Start. Neu hinzugekommen ist der Zafira-e als elektrisches Reisemobil für bis zu neun Passagiere, sowie der neue Mokka-e – ein echter Blickfang, der wegweisend für die Zukunft der Marke Opel ist. Bis 2024 werden alle Opel Baureihen elektrifiziert sein. Beim Begriff Elektroauto kommt bei den meisten die allererste Frage „Wie weit recht der Akku?“ Da ist die Technik heute schon so ausgereift, dass man beispielsweise je nach Fahrweise mit dem Corsa-e bis zu 337 Kilometer Reichweite kommt.

Das zweite große Augenmerk liegt beim Autohaus an der Breg im Bereich Service. Hierfür zuständig ist der Geschäftsführer Service Joachim Knöpfle. „Die Kundenzufriedenheit steht bei uns an erster Stelle“, betont Knöpfle. Und nicht nur für die Pkw der Gruppe PSA (Peugeot Société Anonyme), zu der auch Opel gehört, auch für Fremdmarken bietet man den kompletten Service rund um das Auto. d. Vom Kundendienst, über Unfallschäden, Gutachten und auch sonstigen Reparaturen, ist man beim Autohaus an der Breg bestens aufgestellt. Doch auch hier merkt man die Auswirkungen der seit fast einem Jahr andauernden Pandemie. „Es wird weniger gefahren, was die Kundendienstintervalle verlängert. Weniger Pkw auf den Straßen aufgrund von Homeoffice und Kurzarbeit, bedeutet auch das weniger passiert. Und somit gibt’s dann folglich nichts zu reparieren“, schildert Knöpfle die Situation.

Auch der eigentlich fällige Kundendienst wird in den gerade vorherrschenden Zeiten auch schon mal etwas weiter hinausgezögert. „Oder auch die Beule im Auto bleibt nun etwas länger und die ein oder andere aufleuchtende Kontrolllampe wird halt noch einige Wochen ignoriert“, berichtet der Servicefachmann.

Umstände und Verordnungen aus der Pandemie heraus können sich innerhalb wenigen Tagen wieder ändern, und somit ist eine vorausschauende Planung sehr schwierig für die Autohäuser. Am meisten fürchtet das Geschäftsführerduo eine anstehende Insolvenzwelle zahlreicher kleineren Firmen und Geschäfte aufgrund der Coronapandemie, denn auch das wirkt sich natürlich negativ auf den Kauf von Automobilen aus. Vielleicht bleibt diese Welle jedoch aus, da lassen sich die beiden sicherlich gerne eines Besseren belehren.