Die Energiekrise zeigt ihre Auswirkungen jetzt auch an den Strompreisen. Wie die Energiedienst Holding AG informiert, sehe sich die Energiedienst AG gezwungen, ab 1. Januar 2023 die Preise für Strom in der Grundversorgung zu erhöhen – „und zwar um mindestens um ein Drittel“, heißt es in der Mitteilung.

Warum das?

Grund für die Anpassung seien die weiter steigenden Preise am Beschaffungsmarkt für Energie, die im Wesentlichen aus dem Konflikt in Osteuropa, geringer Wasserführung sowie stillstehenden Kernkraftwerken in Frankreich resultieren.

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Sie verursachen auch bei dem südbadischen Ökostromanbieter Energiedienst hohe Mehrkosten, ähnlich wie bei allen anderen Marktteilnehmern. Vor allem Strommengen für die Deckung des Bedarfs in der Grundversorgung schlagen hier zu Buche. Diese Preiserhöhung beinhalte keine eventuellen staatlichen Entlastungen, wie zum Beispiel einen möglichen Strompreisdeckel. Energiedienst informiert alle Kundinnen und Kunden per Post über die geänderten Preise.

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Die extreme Preisentwicklung an den Beschaffungsmärkten bedeute bei den Preisen „ein Fahren auf Sicht“, erklärt Sarah Born, Vertriebsleiterin bei Energiedienst. „Wir rechnen kontinuierlich, damit wir unsere Preise so lange wie möglich halten können und auch auf kurzfristige Entwicklungen beim Einkauf reagieren können“, sagt die Vertriebsleiterin. Zur Verantwortung des Unternehmens gehöre es, die Kunden mit möglichst fairen Preisen zu beliefern.

„Wir beginnen mit dem Einkauf der Mengen, die wir sicher brauchen, in Chargen schon lange vor der Belieferung, sodass wir jetzt nur einen Teil zu den horrend hohen Preisen am Markt einkaufen müssen. Deshalb schlagen die gestiegenen Preise nicht voll auf unsere Kundenpreise durch“, so Born weiter.

Energiesparen hilft

Jetzt, in dieser herausfordernden und sensiblen Situation, sei jeder aufgerufen, so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen, appelliert Sarah Born. Das sei ein wichtiger Schritt, um gut durch den kommenden Winter zu kommen.

Weiter mit Erdgas

Ein Teil des Stroms für die Versorgung in Deutschland und der Schweiz werde weiterhin aus Erdgas erzeugt. Dieser Anteil ist kurzfristig nicht ganz ersetzbar. „Jeder kann durch ein sparsames Verhalten dazu beitragen, dass Strom und Gas für das Wichtigste bei allen reichen und die Netze stabil bleiben“, erklärt Born.

Keine Heizlüfter

Sie verbindet diese Bitte mit dem dringenden Appell, keine elektrischen Heizlüfter als Ersatz für Heizungen zu verwenden. Der Gleichzeitigkeitsfaktor könnte das Stromnetz so belasten, dass es zu Ausfällen kommen kann. Ein sparsamer Verbrauch wirke sich auch positiv auf die Energiekosten aus.

Auch die Stadtwerke VS haben bereits mitgeteilt, dass sie ihre Strompreise zum 1. Januar anheben werden.