Der Reformationstag, der 31. Oktober, hat in Donaueschingen seit langem eine ökumenische Tradition: Gefeiert wird die „Ökumenische Nacht der offenen Kirchen“ mit Wandelandachten in den Kirchen, die die Christen im Laufe des Abends in festgelegter Reihenfolge besuchen.

In diesem Jahr sah das anders aus. Unter Corona-Bedingungen waren Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen angesagt. Feste gemeinsame Wege durch die Stadt von einer Kirche zur anderen waren nicht möglich. Und in den Gotteshäusern wurden wie inzwischen üblich, Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen praktiziert.

Bedürfnis zu Gebet, Musik und Stille

Dass es aber ein Bedürfnis gab, gemeinsam auf Gottes Wort zu hören, zu beten, Musik und Stille zu erleben, zeigte, wie gut auch das abgewandelte Format von jüngeren und älteren Menschen, einzelnen Personen und Paaren am Samstagabend angenommen wurde.

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Drei Gemeinden hatten das in diesem Jahr gemeinsam geplant: Die internationale Gemeinde an der Dürrheimer Straße bot von 19 bis 20.30 Uhr Verkündigung, Gebetsimpulse, erbauliche Kurzfilme mit musikalischer Untermalung an. Gelungen und praktikabel verschränkt waren die Angebote der katholischen Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit und der evangelischen Christus-Kirchengemeinde. Dazu waren zwei Kirchen in der Zeit von 19 bis 22 Uhr geöffnet.

Haupt- und Ehrenamtliche gestalten

In St. Johann jeweils zur vollen Stunde und in der Christuskirche immer zur halben Stunde gestalteten Hauptamtliche und ehrenamtlich engagierte Gemeindeglieder Impulse, Musikalisches, Meditatives, Anregungen zum Nachdenken und Sichfreuen.

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Die Dunkelheit hat nicht das letzte Wirt“, machte unter anderem Cornelia Jumpertz-Schwab den Besuchern in St. Johann Mut. In der Christuskirche gestaltete Kantor Andreas Rütschlin mit Pfarrerin Dagmar Kreider einen Empfindungsraum, in dem man in Gemeinschaft Musik erleben und Texte zu Glauben und Hoffnung wahrnehmen konnte.

Disziplin herrscht auch draußen

Zudem wurde die Möglichkeit, sich im Freien vor den Kirchen persönlich zu begegnen offensichtlich gerne und diszipliniert wahrgenommen.