Eine rote Karte für den Vorsitzenden des Wolterdinger Fußballclubs und kurzfristige Platzverweis-Anordnung für geladene Gäste: auch weil die Stadt Donaueschingen eine Spatenstich-aktion absagte, wird der Verein, der auch auf sein 100-jähriges Bestehen zurück blicken kann, das Jahr 2020 wohl nie vergessen.

Mit nur einer Hand voll maßgebend Beteiligter an der Aktion Kunstrasenplatz wollte sich Markus Langenbacher, unter freiem Himmel, bei einem Spatenstich, vor allem bei der Stadt Donaueschingen bedanken. „Es war eine schöne Geste, der großzügige Zuschuss in Höhe von 100.000 Euro, den der Gemeinderat im Herbst 2019 bewilligt hat“, sagt der Vorsitzende.

Ortsvorsteherin bläst Spatenstich vorsichtshalber ab

Doch am Vorabend des Vorhabens machte sich Ortsvorsteherin Angela Giesin ein Bild auf dem Sportgelände. Und als Vertreterin der Stadt, und vor allem mit Hinblick auf die Corona-Verordnungen, musste sie daraufhin ein klares Nein aussprechen.

Aber trotz der besonderen Umstände dreht sich die Erde weiter, und der Wolterdinger Fußballclub blickt optimistisch in die Zukunft. Der Umbau des Tennenplatzes zu einem Kunstrasenspielfeld sei eine enorm wichtige Weichenstellung, heißt es im Verein. Nicht zuletzt auch deshalb, weil Wolterdingen das Tal des Geburtenrückgangs wohl durchschritten hat. Auch die Ansiedlung von Neubürgern wirke sich auf die Entwicklung von Wolterdingen und auf den FCW sehr positiv aus, ist von den Verantwortlichen zu hören.

Verein ist dankbar für Unterstützung von Gemeinderat und Stadt

Durch starke – auch stadtinterne – Fußball-Konkurrenz sah sich der FC gezwungen, seine Sportanlage den heutigen Entwicklungen anzupassen. Es gab seit einiger Zeit Probleme mit der Bespielbarkeit des Allwetterplatzes, da die Wasserdurchlässigkeit nicht mehr gegeben war. Der Verein fürchtete, dass das Verletzungsrisiko steigen könnte und Spieler zu anderen Vereinen abwandern könnten. Aus dem Verein hieß es, es habe bereits Abgänge zu anderen Clubs gegeben. Auch diese soll der neue Platz verhindern.