Am 14 Juli wäre der Knopf dran gewesen. Dann wäre das Abstimmungsergebnis zur Fusion der Rotkreuz-Kreisverbände Donaueschingen und Villingen-Schwenningen (VS) bekannt geworden. Es kam anders. Gewählt wurde schriftlich und in VS waren die Vorbehalte größer als das Vertrauen in die neue, größere Struktur. Michael Herresbach, Geschäftsführer des Kreisverbands Donaueschingen, bedauert dieses Ergebnis.

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Intensiv habe man die eigenen Mitglieder auch in Corona-Zeiten schriftlich auf dem laufenden gehalten und ihnen manche diffizile Rechtslage erklärt. Am Ende standen fast 99 Prozent Zustimmung bei den Ortsvereinen auf der Baar, aber nur 48 Prozent beim angedachten Fusionspartner. Dort habe der Kreisverband (KV) offenbar nicht das Vertrauen der Ortsvereine gehabt, meint der Geschäftsführer. Seit der gemeinsamen Absichtserklärung im vergangenen Dezember habe er an der Seite des VS-Geschäftsführers Peter Metzger an der Neustrukturierung gearbeitet.

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Die sei unbedingt sinnvoll. „Beide Verbände haben einen Rettungsdienst, einen Krankentransport, den Hausnotruf, soziale Dienste und die allgemeine Ortsvereinsarbeit“, zählt Herresbach auf. Und diese Angebote sollten ja auch nicht reduziert werden. „Es gab in diesem Findungsprozess in keinem Moment den Gedanken, Mitarbeiter freizustellen“, so die Klarstellung. Im Gegenteil: Zur Weiterentwicklung hätte man weitere Kräfte benötigt. Hinter der Fusion, so Herresbach, stehe die Überlegung, größere Strukturen effizienter organisieren zu können und in diesem Bereich dem Gebot des Kostenbewusstseins nachzukommen.

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In der gegenwärtigen Situation „kriegen wir die Fusion so schnell nicht hin“, sagt Herresbach. Schade sei es deshalb, dass nun ein Projekt auf Eis liege, das 400 Arbeitsplätze tangiere. In Donaueschingen sei das Interesse weiter groß, aber der Partner in spe habe seine „Hausaufgaben“ zu machen. Konkret biete der KV Donaueschingen weiter eine kooperative Zusammenarbeit an.