Erstmals in der Firmengeschichte des Fürstenberg Getränke Services in Donaueschingen wurde durch die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zu einem zweistündigen Warnstreik aufgerufen. Rund 90 Prozent der Beschäftigten folgten einer Mitteilung der NGG zufolge dem Streikaufruf und legten die Arbeit am Montag, 12. Oktober, zwischen 6 und 8 Uhr nieder.

Bild: Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten

Seit Anfang des Jahres keine Lohnerhöhung

„Wir lassen uns nicht länger hinhalten“, wird Claus-Peter Wolf, Geschäftsführer der NGG-Region Baden-Württemberg Süd, in der Mitteilung zitiert. „Wir fordern eine angemessene Tarifsteigerung. Die Kolleginnen und Kollegen haben mehr verdient als null Euro. Dies ist umso unverständlicher, als dass die Beschäftigten bereits seit dem Januar 2020 auf eine Lohnerhöhung warten,“ sagte er.

Bild: Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten

Verhandlungen dauern an

Eine erste Verhandlungsrunde sei Mitte September ergebnislos verlaufen. Die Tarifkommission fordere die Arbeitgeberseite daher dazu auf, beim nächsten Verhandlungstermin am Mittwoch, 14. Oktober, „endlich ein faires Angebot für eine angemessene Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütung in einem Anschlusstarifvertrag vorzulegen“.

Claus-Peter Wolf sagte: „Die Beschäftigten haben eine Wertschätzung der guten Arbeit verdient. Und Wertschätzung kann nicht nur mit allgemeinem Lob und Applaus enden.“

(sk/pm)

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