Ein Neustart mit großem Hindernis muss kein schlechtes Omen sein. Das soll sich nun auch bei der Donaueschinger Fahrschule Koffler bewahrheiten. Nach 37 Jahren Fahrschulbetrieb gingen die Inhaber Raimund und Luzia Koffler nun in den wohlverdienten Ruhestand.

In großen Fußstapfen

Der Fortbestand ist gesichert. Der Wolterdinger Ingo Held und seine Frau Daniela, die die Büroarbeiten übernehmen wird, haben die Fahrschule zum 1. April, übernommen. Künftig wird sie „iN-Fahrschule GmbH“ lauten. „Raimund Koffler hat mich erst auf diese Idee gebracht. Und nach Rücksprache mit meiner Frau,habe ich diesen Schritt gewagt“, erzählt der 47-Jährige, der als Fernfahrer für eine heimische Spedition unterwegs war. „Wir hoffen, die großen Fußstapfen ausfüllen zu können“, fügte er an.

Schulbank gedrückt

So drückte er der nochmals für Monate die Schulbank. Fahrpraxis hat er zwar genügend, aber die Ausbildung muss eben sein. Auch ein Motorradfahrer-Ausbildungslehrgang gehörte dazu. Seit Oktober 2019 war er dann bei Koffler als Fahrlehrer angestellt. Doch das Coronavirus hat auch diese Berufssparte voll im Griff, sodass die neuen Selbstständigen bis heute noch keinen Cent verdient haben.

1983 übernahm das Ehepaar Koffler die damals in Donaueschingen ansässige Fahrschule Lauenroth in der Zeppelinstraße. Es folgte der Umzug an die Max-Egon-Straße, wo die Fahrschule dann 27 Jahre ansässig war.

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Zu der Zeit sei die Bahnhofstraße noch vierspurig gewesen, der Rathausplatz sei so gestaltet gewesen, dass man von jeder Straße in die andere fahren konnte, und es gab noch den Führerschein Modell „grauer Lappen“, erinnert sich Raimund Koffler.

Zweigstellen in Hüfingen und Bräunlingen

Mit den Jahren kamen viele Kunden aus dem Städtedreieck dazu, sodass in den 1990er Jahren Zweigstellen in Bräunlingen und Hüfingen entstanden. Die Hauptstelle in Donaueschingen wurde vor zehn Jahren in ein Gebäude an der Wasserstraße verlegt. Rund 10.000 Fahrschülern konnte bis heute zum Führerschein verholfen werden.

Tochter ist hauptsächlich Mutter

Eigentlich war es so geplant, dass die Tochter Diana, die seit elf Jahren ebenfalls Fahrlehrerin ist, die Fahrschule übernehmen sollte. Doch sie ist derzeit „hauptberuflich“ Mama von zwei Mädchen und arbeitet nur noch eingeschränkt mit. Raimund Koffler war es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich, die Fahrschule weiterhin hauptverantwortlich zu betreiben.

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