Jetzt haben wir den Salat. Der zweite Corona-Lockdown steht uns ins Haus. Sein wohlklingender Name: Lockdown light. Wie war das noch gleich im Frühjahr? Da versüßten uns Vereine, die urplötzlich zum Stillstand gezwungen waren, mit absurden Klopapier-Challenges den neu gewonnen Alltag. Wie passend in dieser unheimlich bizarren Zeit.

Ob auch jetzt mit den Rollen jongliert wird? Oder ist das in dieser allzu schnelllebigen Welt nicht längst wieder out? Was allem Anschein nach auf jeden Fall reaktiviert wird, sind die leidigen Hamsterkäufe. Die Devise lautet: schnell sein und alles plündern, was Toilettenpapier, Nudel- oder Mehlprodukten auch nur ansatzweise ähnelt. Da sind sie wieder, die Supermarkt-Horter. Als wären sie nie weg gewesen.

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Endlich kann wieder zuhause gearbeitet werden. Gemütlich auf der Couch. Oder bei herrlich duftendem Lebkuchen am Küchentisch. Aber vor allem in Jogginghose. Und das zerzauste Haar sowie der ungepflegte Dreitagebart müssen ja nur für einen kurzen Moment kaschiert werden: wenn der Chef zur morgendlichen Videokonferenz bittet.

Aufhübschen? Das scheint nicht mehr nötig. Doch Vorsicht: Irgendwann ist auch der „Lockdown light“ vorbei. Und dann ist auf einmal wieder Zeit für Dates, Restaurant-Besuche oder ja, auch für Arbeit im Büro. Haben wir Parfüm und Deo also besser mal griffbereit – selbst wenn die im Schrank befindlichen Pflegeprodukte in den kommenden Wochen Stück für Stück eine Reihe nach hinten wandern.

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Nach Ende des Lockdowns muss dann noch ein ganz anderes Problem gelöst werden: Was tun mit den Containerladungen an Hamsterkäufen? Ob Würste, Steaks oder Pizza: auf den Grill damit! Das Zeug hält schließlich nicht ewig. Und irgendwann müssen wir sämtliche Tiefkühltruhen nicht nur im Städtedreieck Donaueschingen, Bräunlingen, Hüfingen auch wieder abtauen.

Früher gab es solche Probleme nicht. Waren das schöne Zeiten. Vor Corona.

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