Die Blumenläden in Baden-Württemberg sind zwar geschlossen. Doch den Liebsten zum Valentinstag eine bunte Freude machen, das geht trotz der Corona-Pandemie. Möglich ist das etwa im Blumenhaus Kopp in der Donaueschinger Innenstadt – wenn auch nur zur Abholung oder per Lieferung im sogenannten „Click&Collect“ und ohne vorherige Besichtigung.

Lieferdienst gehört dazu

Einen Lieferdienst gibt es im Geschäft von Christa Schrenk schon lange, wie sie berichtet. In dieser Hinsicht sei sie im Gegensatz zu anderen Branchen nicht kalt erwischt worden. Doch der direkte Kundenkontakt könne durch solch ein Angebot nicht ersetzt werden. „Ein toller Blumenstrauß entsteht zusammen mit dem Kunden. Das ist immer eine Typfrage. Wichtig ist ein gemeinsamer Austausch und der jeweilige Anlass“, erzählt sie.

Bunte Vielfalt: Zum Valentinstag muss es nicht immer die rote Rose sein, sagt Christa Schrenk.
Bunte Vielfalt: Zum Valentinstag muss es nicht immer die rote Rose sein, sagt Christa Schrenk. | Bild: Singler, Julian

Dass ihr Geschäft weiterhin geschlossen bleiben muss, könne sie nicht verstehen; es sei nicht gerechtfertigt. Die Frühjahrsware im vergangenen Jahr, im Wert von mehreren Tausend Euro, habe sie wegwerfen müssen: „Ich muss Ware zeitnah vorbestellen, alles vorfinanzieren.“

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Jetzt hoffen Christa Schrenk, seit 34 Jahren in ihrem Beruf und seit elf Jahren im Blumenhaus Kopp tätig, und ihre vier Angestellten auf ein gutes Geschäft zum Valentinstag. Doch bislang ließen die Bestellungen noch zu wünschen übrig. „Unsere Stammkunden unterstützen uns so gut es geht, dafür bin ich sehr dankbar. Aber es sind eben viele Kuchenteile“, sagt Schrenk.

Zahlreiche Alternativen zur roten Rose

Zum Tag der Liebenden müsse es übrigens nicht zwingend die rote Rose sein. Laut der Expertin gibt es mit Blick auf den beginnenden Frühling eine Vielzahl von Alternativen, zum Beispiel Ranunkeln, Anemonen oder Freesien. „Die klassische rote Rose wird auch durch andersfarbige Rosen abgelöst. Diese Tradition hat sich schon in den vergangenen Jahren verändert“, schildert Schrenk.

Ein Strauß mit weißen Anemonen, Ranunkeln und grünen Bartnelken.
Ein Strauß mit weißen Anemonen, Ranunkeln und grünen Bartnelken. | Bild: Singler, Julian

Kritik am Verkauf im Supermarkt

„Letztendlich entscheidet der Kunde, welches Geschäft in welcher Branche überlebt“, sagt die Geschäftsfrau. Sie kritisiert, dass „Supermärkte aufrüsten und zahlreiche Blumen verkaufen“. Das sei unfair. Schrenk habe vor einiger Zeit eine Abschlagssumme von 9000 Euro erhalten, doch dieses Geld sei gleich weg gewesen. Schließlich müsse sie ihre Angestellten bezahlen und dann noch sich selbst versorgen. „Wir sind jetzt seit fast einem Jahr komplett auf Bestellungen angewiesen. Geburtstagsfeiern oder Hochzeiten finden nicht statt. Und das Weihnachts- und Silvestergeschäft hat man uns auch genommen“, ist sie gefrustet. Innerhalb von acht Tagen seien ihr beim ersten Lockdown sämtliche Aufträge weggebrochen.

Am Valentinswochenende ist ihr zufolge das gesamte Team im Einsatz. Bestellungen sollten bis einschließlich Samstag aufgegeben werden, auch wenn man generell flexibel sei. Diese werden dann per Abholung an den Mann oder die Frau gebracht oder mit dem Auto ausgeliefert.