Da staunten einige Soldaten des Jägerbataillons 292 aus Donaueschingen nicht schlecht: Als sie bei auf dem Übungsgelände zwischen Donaueschingen und Grüningen unterwegs waren, stießen sie auf einen merkwürdig anmutenden Bewuchs mitten im Wald. Entdeckt hatten sie eine Cannabis-Plantage zwischen Büschen und Tannen.

Polizei sucht Hinweise

„Wir haben das mitbekommen und ich habe es dann der Polizei gemeldet“, erklärt Phillipp Riedl, Presseoffizier des Jägerbataillons. Mittwochnacht, 14. September, habe schließlich die Durchsuchung des Geländes stattgefunden, erklärt Jörg Kluge, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Konstanz. Dabei sei die Plantage mit 25 Pflanzen sichergestellt worden. die Polizei nimmt jetzt Hinweise zu den Anbauern unter der Nummer 0771/837830 entgegen.

Das könnte Sie auch interessieren

Laut Riedl seien dabei Polizei und Feuerwehr im Einsatz gewesen. Die Feuerwehr habe das Gelände für den Einsatz ausgeleuchtet. Die Entdeckung dabei ein reiner Zufall: „Das Gelände beim sogenannten Schwabensturz ist ganz am Rande des Übungsplatzes, recht unzugänglich und nicht einsehbar“, erklärt Riedl. In der Ausbildung der Soldaten werden zur Übung auch Gelände-Abschnitte durchkämmt. So sei das auch hier der Fall gewesen – mit entsprechender Entdeckung.

25 Pflanzen im Wald

Kluge bezeichnet die Plantage als eine „kleine“. 25 Pflanzen, das sei „nicht wirklich viel.“ Ein illegal kommerzieller Produzent arbeite da mit weitaus mehr Cannabis-Pflanzen, im Hunderter-Bereich.

Dennoch sei festzuhalten: „Die Plantage im Wald geht sicher über den Eigenbedarf hinaus. Das ist für mehr als nur einen“, so Kluge. Die Sache ist also strafbar – „und vielleicht kommt ja auch ein Hinweis aus der Bevölkerung. Eventuell hat mal jemand ein Auto nachts dorthin fahren sehen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Die sichergestellten Pflanzen bleiben vorerst als Beweismittel im Besitz der Polizei und werden irgendwann in der Zukunft vernichtet werden: „Das passiert regelmäßig mit allem an Drogen, was bei uns eingeht“, sagt Kluge.