Einen Weihnachtsmarkt in der Stadt zu haben, das ist etwas schönes. Dagegen gibt es eigentlich kaum kritische Stimmen. Jeder freut sich über das Angebot. Besonders in der festlich-sinnlichen Vorweihnachtszeit.

Dennoch trübte sich die Stimmung im Gemeinderat etwas, als das Thema eines Auflebens des Donaueschinger Weihnachtsmarktes zuletzt dort diskutiert wurde: Er soll wieder stattfinden, aber anders aufgezogen werden. Anderes Konzept, andere Bezeichnung: Adventsmarkt. Und die Finanzierung? Nun, die war in den Planungen vom City Management etwas über dem Budget.

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Grundsätzlich herrschte Zustimmung bei Verwaltung und Stadträten, lediglich die Sache mit dem Geld passte nicht so ganz: „Die Finanzierung war etwas fraglich“, sagte Oberbürgermeister Erik Pauly. Das Team des City Managements sei „nicht zu Unrecht verschnupft gewesen“. Jetzt ist allerdings eine Lösung gefunden.

Neu überarbeitet

Man habe sich abermals an die Zahlen gemacht, Ordnungsamtschef Andreas Dereck mit ins Boot geholt, um einige Fragen zu klären: „Es wurde neu bearbeitet und es ist dabei etwas Tolles herausgekommen“, so Pauly weiter. Nämlich ein neuer Budgetplan, ausgelegt auf einen Zeitraum von drei Jahren. Dem hat der Gemeinderat auch so zugestimmt.

Jährlicher Zuschuss

Vorgesehen ist, dass das City Management für den Adventsmarkt an der Quelle, wie er zukünftig heißen soll, einen jährlichen Zuschuss für die Veranstaltung bekommen soll. Wie Pauly erklärt, beläuft sich der auf 6000 Euro für Leistungen der Technischen Dienst. Dazu kommen im ersten Jahr 10.000 Euro und maximal 8000 Euro in den beiden Folgejahren: „Das ist als Verlustausgleich gedacht. Wenn alles besser läuft, dann wird der nicht gebraucht“, so der Oberbürgermeister. Er lobte den Einsatz bei der Vorbereitung: „Da steckt viel Arbeit drin. Und es ist toll, dass Sie sich von der Kritik nicht verschrecken ließen.“

Räte stimmen zu

Grünen-Fraktionssprecher Michael Blaurock bedankte sich bei den Beteiligten: „Es ist toll, dass das Thema nochmal aufgegriffen wurde. Es kann nur gut gehen.“ Ähnlich sah das auch GUB-Stadtrat Franz Wild: „Ich bin froh, dass wir jetzt eine stimmige und durchdachte Planung haben. Das ist ein zukunftsfähiges Konzept.“ Dass der Adventsmarkt gut ankommen werde, sah auch SPD-Fraktionssprecher Jens Reinbolz: „Nach dem ersten Schock, als das Thema zuletzt diskutiert wurde, muss ich jetzt sagen: Hut ab vor der Planung. Es wurde gut nachgelegt und wir glauben, dass es so funktionieren wird.“

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Nadin Lorenz, Vorsitzende des City Management-Vereins freute sich sichtlich über die Entscheidung des Rates: „Vielen Dank für das Vertrauen. Wir freuen uns auf den Adventsmarkt.“

Der neue Adventsmarkt an der Quelle soll jeweils am zweiten Adventswochenende stattfinden. Dabei soll das Residenzviertel mit einbezogen werden. Der Markt soll sich daher rund um die Stadtkirche und den Lammplatz gruppieren.

Wie soll der neue Markt aussehen?

„Stimmungsvoll, ursprünglich und qualitativ hochwertig“ – so beschrieb City-Managerin Christine Neu im März, wie der neue Weihnachtsmarkt sein solle. Man wolle die Stadtkirche mit einbeziehen, etwa 30 bis 35 Stände zulassen und den Lammplatz sperren. Vereine, Schulen und die lokale Gastronomie soll ebenfalls involviert werden. Standbewerber wolle man vorab sichten, sich auch Bilder der Waren anschauen.

Was wird sonst geboten?

Das Rahmenprogramm soll aus der Stadt kommen: Vereine, Schulen, lokale Künstler. Zur Eröffnung soll nicht der Nikolaus auftreten, sondern die Donaunixe: „Das soll ein stimmungsvoller, mystischer Moment sein“, sagte Neu.