Das Wichtigste für das Freibad-Team: Die Badesaison in Wolterdingen ist ohne Corona-Fall über die Bühne gegangen. Fabelhafte Teamarbeit, gute Zahlen und auch ohne Schwimmkurs einige abgelegte Prüfungen. Was will man in dieser Zeit mehr erwarten?

Eine für die Verantwortlichen des Fördervereins Schwimmsportfreunde (SSF) und auch für die Badegäste ganz besonders außergewöhnliche Saison 2020 ist nun zu Ende gegangen. Aber trotz der erschwerten Bedingungen wegen der Corona-Pandemie und den daraus folgenden Auflagen zeigt man sich doch sehr zufrieden.

Regina Ruf (r.) dankt im Namen der Frühschwimmer Ramona Vogelbacher (l.) und Alma Kromer mit einem Präsent.
Regina Ruf (r.) dankt im Namen der Frühschwimmer Ramona Vogelbacher (l.) und Alma Kromer mit einem Präsent. | Bild: Anita Reichart

Wenn die langjährige Kassier- und Badeaufsicht, Katharina Fesenmeyer, nicht ihre uneingeschränkte Unterstützung geleistet hätte, und das trotz großer Bedenken bei der Umsetzung der Corona-Vorgaben, dann wäre die Saison ins Wasser gefallen, weil auch Personal fehlte. Und so hat sich eben die SSF-Vorsitzende Ramona Vogelbacher als Notbehelf von ihr einarbeiten lassen.

„Wir sind froh, dass wir die Anstrengungen des Hygienebetriebskonzeptes auf uns genommen haben und wenigstens in dieser Zeit für viele unterschiedliche Gäste öffnen konnten“, sagt Ramona Vogelbacher.

„Mancher hat den Satz ausgesprochen: ,Was hätten wir in diesem Sommer nur getan, wenn ihr nicht offen gehabt hättet.‘ Es war unsere Hoffnung und unser Ansporn, allen zu Hause Gebliebenen auch eine schöne und sichere Sommerzeit zu bescheren.“

Sabine Schrenk mit ihren Töchtern Anna, Rosa und Lina gehören zu den vielen Gästen, die den Freibadbesuch genießen.
Sabine Schrenk mit ihren Töchtern Anna, Rosa und Lina gehören zu den vielen Gästen, die den Freibadbesuch genießen. | Bild: Anita Reichart

Obwohl die Saison kürzer als sonst und die Besucherkapazität auf 150 Personen beschränkt war, was an 17 Tagen überschritten wurde, und somit die Zählmarken elementar wurden, gab es in dieser Saison insgesamt immerhin 5802 Gäste auf der gepflegten Anlage.

Von möglichen 61 Öffnungstagen wurden 27 wetterbedingt abgeblasen. Im Durchschnitt waren es an jedem geöffneten Tag 145 Gäste (im vergangenen Jahr: 157). Auch wenn Zahlen in diesem Jahr nicht im Fokus standen, freut sich das Bad-Team darüber, dass die Zahl dem Rekordjahr 2019 in der Hochrechnung sehr nahe komme.

Sehr stark waren auch die Frühschwimmer vertreten: An 47 Tagen machten sich 715 Badegäste frisch für den Tag.

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Und erstaunlich viele Wolterdinger Kinder und Jugendliche bemühten sich auch ohne Schwimmkurs, aber unter Einholung der Vorgaben, DLRG-Abzeichen zu erschwimmen. Sieben Seepferdchen-, acht Bronze-, zehn Silber- und vier goldene Abzeichen, konnten die Helfer um Thomas Moch vom DLRG verleihen. Angesichts des deutschlandweiten Trends, dass immer weniger Kinder Schwimmen lernen, sind das wichtige Zahlen.

Wesentlich zum reibungslosen Ablauf habe die Kombination von Saisonkarten und Einzeleintrittskarten beigetragen. Das Pandemiebetriebskonzept habe gut funktioniert. Vogelbacher dankte ihren Helfern und der Stadt Donaueschingen, speziell Maik Friedrich und Stefanie Feger. Für die meisten Gäste seien sie unsichtbar, für das Bad aber engagierte Ansprechpartner.

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