Die Kindergärten haben geschlossen, nur Notbetreuungsgruppen sind in Betrieb. Während der Gemeinderat am Dienstagabend über den Verzicht der Elternbeiträge für April und Mai berät, würde eine Öffnung der Kinderbetreuungseinrichtungen vor allem von der Berücksichtigung der Hygienevorschriften abhängen, sagte Stadtsprecherin Beatrix Grüninger auf Anfrage.

Reinigungsfirmen stehen bereit

Die notwendige Vorbereitungszeit dürfte mit zeitlichem Vorlauf ausreichend sein, um die Betriebsaufnahme zu organisieren. Gebäudeunterhalt und Wartungen laufen auch ohne Nutzung entsprechend weiter. Außerdem ist die Stadt in stetem Austausch mit den Reinigungsfirmen. Diese stehen in den Startlöchern.

Vergabegrenzen angepasst

Die Zeit der leerstehenden Gebäude wurde für diverse Unterhalts- und Baumaßnahmen genutzt. Dies gilt nicht nur für Kindergärten, sondern beispielsweise auch für Schulen und Mehrzweckhallen. Oberbürgermeister Erik Pauly hat hier unbürokratisch und in enger Zusammenarbeit mit dem städtischen Hochbauamt kurzfristig die Vergabegrenzen angepasst, um dies zu ermöglichen.

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So wurden in der Kindertagesstätte Wunderfitz gemalert sowie die Holztreppe und die Fensterbänke abgeschleift und geölt. Der Kindergarten Hubertshofen bekam eine neue Spül- und Waschmaschine und im Kindergarten Aufen wurde ein Brandschutzteppich verlegt. Im Kindergarten Pfohren waren die Maler zugange, zudem wurden Beleuchtung und Waschplatz erneuert.

Grundreinigungen vorgezogen

Darüber hinaus wurden diverse Arbeiten beauftragt wie etwa eine Parkettsanierung in der Kita Wunderfitz und die Erneuerung von Spielgeräten im Kindergarten Neudingen. In manchen Liegenschaften wurden zudem auch die jährlichen Grundreinigungen vorgezogen.

Betreuung per Dienstplan organisiert

Ab nächster Woche wird auch der Naturkindergarten Apfelbäumchen und voraussichtlich auch die Interimsgruppe in der Alemannenstraße mit der Notbetreuung starten. Ob noch weitere sonstige Gruppen hinzukommen, sei noch nicht bekannt, sagt Grüninger. Die Notbetreuung in den Kindergärten werden von den jeweiligen Kindergartenleitungen per Dienstplan organisiert und das Personal entsprechend abwechselnd eingeteilt.

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Bis auf die städtischen Kindergärten in Hubertshofen, Neudingen und in der Interimsgruppe Alemannenstraße, die zum Stammhaus der Kindertagesstätte Wunderfitz gehört, sowie im Naturkindergarten Apfelbäumchen findet bislang schon in allen Einrichtungen eine Notbetreuung statt.

Notbetreuung am liebsten im Freien

Die Notbetreuung wird unter Berücksichtigung der Hygienevorschriften in möglichst kleinen Gruppen durchgeführt. Bestmöglich wird die Betreuung ins „Freie“ verlagert.

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Viele Eltern hätten für diese Notsituation großes Verständnis, sagt die Stadtsprecherin. Sie bemühten sich um alternative Betreuungsmöglichkeiten. „Oft möchten Eltern auch nicht, dass ihre Kinder in zu großen Gruppen betreut werden“, fügt Beatrix Grüninger an.