Der Tod kam für die Seniorchefin des Café Reiter völlig unerwartet. Ruhestand sei für seine Mutter in der Tat nie ein Thema gewesen, sagt ihr Sohn, Konditormeister Wolfgang Reiter. Die agile ältere Dame bediente noch täglich Gäste, half in der Küche oder kümmerte sich um das Büro.

Im Jahr 2000 hatte sie das 1911 gegenüber der Stadkirche gegründete Café an die dritte Generation übergeben. Von 1967 an war Anneliese Reiter selbst in der Pflicht, nachdem ihr Mann im Alter von 49 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben war.

Unterstützung in der Leitung des Traditionsbetriebs fand sie in ihrer Schwägerin Gertrud Hauger. Um die Verstorbene trauern zwei Söhne und drei Enkel. Die Beisetzung findet im kleinen Kreis am Dienstag nächster Woche statt.