Der Schwimmbadsaal im Vereinsheim in Wolterdingen darf seit einem Brandschutz-Gutachten vor eineinhalb Jahren nur noch eingeschränkt genutzt werden.

Dies soll sich nun laut Aussage der Verantwortlichen bald ändern: Im September, wenn das Freibad seine Pforte geschlossen hat, beginnen die Arbeiten für einen zweiten Rettungsweg. Hierfür ist der Bau einer Fluchttreppe in Form einer verzinkten Stahlkonstruktion vorgesehen.

60.000 Euro stehen zur Verfügung

Die Außentreppe wird über den Schwimmbad-Eingangsbereich gebaut, und über ein Zwischenpodest mit unterem Austritt in Richtung Parkplatz, südliche Seite, geführt. Dafür wird das Fenster direkt über dem Bad-Eingangsbereich durchbrochen und eine Fluchttür eingebaut.

Die Arbeiten für den Wanddurchbruch, die Fluchttür und für die Stahlkonstruktion sind ausgeschrieben. Als erstes muss ein Fundament angelegt werden. Für den Bau des zweiten Rettungsweges stehen 60.000 Euro zur Verfügung.

Maximal 20 Personen erlaubt

Zurzeit dürfen sich nicht mehr als 20 Personen in dem Saal, in dem normalerweise die Erste Gmond abgehalten wird, die Landfrauen ihre Vorträge und Fasnetabende veranstalten und der Akkordeonverein seine Vorspielnachmittage durchführt, aufhalten. Durch die Nutzungseinschränkung kam auch die Möglichkeit, den Saal für private Feiern zu nutzen, zum Erliegen.

Trotz den Widrigkeiten für die Nutzer ist diese Maßnahme sehr wichtig, wie die Vergangenheit zeigt: In der Nacht zum 1. Februar 2000 hat es im Schwimmbadsaal gebrannt. Ursache für den Brand war ein Überspannungsdefekt an einer Stromleitung.

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Durch das Feuer entstand am Gebäude ein Schaden von rund einer halben Million Mark und außerdem ein Fahrnisschaden – also ein Schaden an beweglichem Vermögen – von etwa 150.000 Mark. Kurz vor dem Feuer hatten Mitglieder des Fanfarenzuges das Gebäude verlassen.