Schweren Herzens haben die Verantwortlichen des Radsportclubs (RSC) Donaueschingen entschieden, ihren diesjährigen Großen Preis Anfang September abzusagen. Indirekt fällt das Radrennen der Corona-Pandemie zum Opfer.

Der Große Preis der Sparkasse Schwarzwald-Baar, der seit einigen Jahren auf dem Kasernengelände der Bundeswehr ausgetragen wird, wäre aufgrund der geltenden Hygiene-Vorschriften nicht leistbar. Zwar wäre die Teilnehmerzahl der Radsportler unter den erlaubten 100, „doch mit den Angehörigen und den ein oder anderen Besuchern und Zuschauern beim Rennen, müssten wir zahlreiche Helfer anstellen, die über die Hygienevorschriften wachen“, so der ehemalige sportliche Leiter und aktive Radfahrer Stefan Menia.

Seitens der Verantwortlichen der Bundeswehr kam keine Absage. „Wir werden nun proaktiv auf die Bundeswehr zugehen und das Rennen absagen“, sagt der RSC-Vorsitzende Heinrich Weinstein.

Abgänge bei Amateurfahrern

Derzeit finden keine Rennen statt und der Verein meldet einige Abgänge bei den Amateurfahrern. Aktuell sind lediglich Björn Dölker (Amateure) und Sascha De Poel (Elite) für die Interstuhl Cup Serie gemeldet.

„Auch Denis Bojarkin ist noch mit von der Partie, das Trio will dann, wenn es mit dem Radrennsport wieder losgeht, natürlich auch noch an weiteren Rennen teilnehmen“, so Stefan Menia, der aus beruflichen und privaten Gründen kürzertreten will. Dem RSC bleibt er aber treu, bei den Wahlen im Juli wechselt er voraussichtlich in ein Vorstandsamt.

Neue Trainer für den Nachwuchs

Erfolgreich geht es beim Nachwuchs des RSC zu, dort konnten federführend mit Dieter Rothweiler und unterstützt von Jürgen Rothmund zwei Trainer gefunden werden.

„Zum Glück können wir seit einigen Wochen wieder regelmäßig trainieren, und die Kids haben richtig Spaß“, so Dieter Rothweiler, der sowohl auf dem Mountainbike als auch auf dem Rennrad zuhause ist. „Wir wollen dennoch den sportlichen Aspekt nicht aus dem Auge verlieren, und den Nachwuchs sukzessive an den Leistungssport heranführen“, betont Rothweiler.

Eine intensive und verlässliche Jugendarbeit sei in der jetzigen Zeit besonders wichtig.