Radfahren liegt im Trend. Da ist es wichtig, sicher, schnell und auf gut ausgebauten Strecken zum Ziel zu kommen. Auch in diesem Jahr investiert das Städtedreieck ins Radwegenetz. Nur ein kleiner, 850 Meter langer Lückenschluss steht in den Planungen der Stadt Donaueschingen für dieses Jahr. Vom Ortsausgang Aasen aus wird in Richtung Pfohren in drei Meter Abstand zur Kreisstraße ein Geh- und Radweg bis zum Anwesen Bäurer angelegt. Die Verbindung schließt an einen als Radweg nutzbaren Wirtschaftsweg in Richtung Pfohren an.

Tiefbaupreise wieder günstiger

Durch Zukauf und Flächentausch sei der Geländeerwerb bereits erledigt, sagte Tiefbauleiter Dirk Monien zu dem rund 320.000 Euro teuren Vorhaben. Es hänge vom Ergebnis der Ausschreibungen ab, ob der Bau noch in diesem Jahr erfolge. Die Preise im Tiefbau seien günstiger als in den Vorjahren, ein Zuschussantrag ans Land sei gestellt, auch um Bundesmittel wolle sich die Stadt bemühen.

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Die von der Stadt im Unterhalt getragene und beim Kreis im Radwegenetz firmierende Verbindung sei in der Bedeutungszunahme des privaten Radfahrverkehrs zu verstehen, mache aber auch touristisch in Bezug auf den Donauradweg Sinn. „Das Fahrrad erfährt Zuspruch. Und das nicht nur in den Großstädten und in Corona-Zeiten hat das bei uns eher noch zugenommen“, so die Einschätzung des Tiefbauleiters.

Über Radwegprojekte 2021 lasse sich unter dem Stichwort Corona-Belastungen keine Aussage treffen. Zunächst werde man prüfen müssen, was unter den wirtschaftlichen Gegebenheiten überhaupt möglich sei. Allerdings sei ihm gegenwärtig auch kein unbedingt zwingendes oder vehement gefordertes Vorhaben bekannt.

Drei Projekte in Hüfingen

Die Stadt Hüfingen nimmt 2020 drei Projekte in Angriff. Im Rahmen des zweiten Bauabschnitts Schaffhauser Straße wird ein Geh/Radweg neu angelegt. Er fügt sich in die Radverbindung Stadtmitte Richtung Behla ein. In Behla wird ein Radwegeübergang von der ehemaligen Bundesstraße 27, jetzt eine Kreisstraße auf den Wirtschaftsweg in Richtung Hüfingen geschaffen: ein Teilstück der Radwegeverbindung Behla – Hüfingen. Auf der innerorts breit ausgelegten ehemaligen Bundesstraße werden auf der Fahrbahn Radwegmarkierungen aufgebracht. Baumaßnahmen seien in Behla nicht notwendig, sagte Hauptamtsleiter Horst Vetter.

Eine Querung führt den neuen Gehweg entlang der Hochstraße kurz vor Beginn der Wohnbebauung auf die andere Straßenseite. Die Pflastersteine setzen Marius Laule (im Vordergrund) und Ian Schumacher.
Eine Querung führt den neuen Gehweg entlang der Hochstraße kurz vor Beginn der Wohnbebauung auf die andere Straßenseite. Die Pflastersteine setzen Marius Laule (im Vordergrund) und Ian Schumacher. | Bild: Wursthorn, Jens

In Sumpfohren wird der Wirtschaftsweg/Radweg von Sumpfohren in Richtung Pfohren saniert. Er ist Teil der Radwegeverbindung Sumpfohren/Pfohren.

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2018 ist die kreisweite Radwegbeschilderung auch in Hüfingen umgesetzt worden. Im vergangenen Jahr wurde der Radweg Hochstraße nach Donaueschingen neu gebaut. In diesem Zusammenhang wurde auch das Radwegteilstück von der Donaueschinger Straße an der Schächerkapelle vorbei Richtung Donaueschingen realisiert.

Baustart im Juni

Markante Radwegeprojekte in den vergangenen Jahren seien die Radwege Döggingen/Mundelfingen sowie Hüfingen/Hausen vor Wald gewesen, so Vetter. „Die Kernstadt und die Stadtteile sind untereinander mit guten, sicheren und direkten Radwegen miteinander verknüpft“, so die Feststellung des Hauptamtsleiters. Die Maßnahme Schaffhauser Straße wird Anfang Juni begonnen; die beiden weiteren Maßnahmen sind ebenfalls noch für 2020 geplant. Maßnahmen für 2021 stünden noch nicht fest. Hier seien die Haushaltsplanungen 2021 abzuwarten.

Sie geben dem letzten Teilstück des Radweges von Döggingen nach Mundelfingen den offiziellen „Segen“ (von links): Volker Koch, Simon Wolf, Markus Greiner, Marius Sporia, Kerstin Milse, Bernd André und Bürgermeister Micha Bächle.
Sie geben dem letzten Teilstück des Radweges von Döggingen nach Mundelfingen den offiziellen „Segen“ (von links): Volker Koch, Simon Wolf, Markus Greiner, Marius Sporia, Kerstin Milse, Bernd André und Bürgermeister Micha Bächle. | Bild: Manfred Minzer

In diesem Jahr sind in Bräunlingen keine neuen Radwegverbindungen geplant. Das sagte Volker Koch aus dem Bauamt. Dank umgesetzter Vorhaben in der Vergangenheit könne sich die Stadt auf zu schließende Lücken und kleinere Anbindungen beschränken. Das geschehe stets in Absprache mit dem Radwegenetz-Ausbau des Landkreises.

Letztes Projekt war in Döggingen

Das letzte größere Projekt war der 2018 gebaute Lückenschluss in Döggingen, der den Radweg zwischen Mundelfingen und dem Bräunlinger Stadtteil beendete. Gebaut wurde das Stück zwischen der Kreuzung, von der eine Straße in das das Gewerbegebiet Wieselbrunnen führt, und der Dögginger Ortsmitte. Für 2021 lägen bisher keine Planungen vor, so Koch weiter.

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In Anbetracht der Tatsache, dass der Gemeinderat am Donnerstagabend beschließen soll, welche Projekte dieses Jahres unter dem Diktat der Corona-Krise ins nächste verschoben werden, sei hier keinerlei stichhaltige Aussage möglich.