Der Verein für Geschichte und Naturgeschichte der Baar in Donaueschingen hat ein neues Buch veröffentlicht. Es trägt den Titel „Von der Reformation zur Ökumene„ und ist der zweite Band der Beitrage zur Region Schwarzwald-Baar-Heuberg.

Buch verbindet zwei Jubiläen

Anlass für das Buch waren zwei bedeutende Jubiläen der Region Schwarzwald-Baar: im Jahr 2017 wurden 500 Jahre Reformation gefeiert. Außerdem wurde gefeiert, dass die Orte Tannheim und Pfohren vor 1200 Jahren das erste Mal namentlich genannt wurden.

Um diese beiden Jubiläen zu verbinden beschäftigen sich die Autoren des Buches – darunter Horst Fischer, Friedemann Kawohl und Michael Tocha – mit konfessionellen Begegnungen in der Region. Horst Fischer beschreibt beispielsweise das evangelische Leben und die adelige Repräsentation in Donaueschingen.

Konflikte und Austausch der Kulturen

Wo konfessionelle Kulturen aufeinanderstoßen, komme es zu Konflikten, aber auch zu bereicherndem Austausch, so Friedemann Kawohl. Denn die politischen Herrscher, wie in Donaueschingen die Fürsten zu Fürstenberg, steuerten konfessionelle Mentalitaten und hätten so den Zugriff auf ihre Untertanen gestärkt, erklärt er.

Außerdem seien die Ausbildung der katholischen und evangelischen Konfessionen nicht nur eine Festlegung unterschiedlicher Glaubensinhalte gewesen, sondern hätte auch zu gesellschaftlichen Abgrenzungen und der Ausbildung verschiedener Kulturen geführt, so Kawohl.

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Erst im 20. Jahrhundert verloren die konfessionellen Grenzen ihre Kraft, doch diese seien vielen Bewohnern der Region noch bewusst, erklärt Friedemann Kawohl. Die Autoren von „Von der Reformation zur Ökumene„ halten die Frage nach dem Erbe der Reformation aktuell: „Es geht auch um uns heute, wenn wir uns diesen nur scheinbar fremden Phasen der Geschichte zuwenden“, sagt Kawohl.

Das Buch kann ab sofort für 18 Euro bei der Geschäftsstelle des Vereins, info@baarverein.de, bestellt werden und ist auch in einigen Buchhandlungen erhältlich.