Vieles hat sich in den vergangenen Wochen geändert, das wir für selbstverständlich gehalten haben: der schweißtreibende Sport im Verein, die lachenden Kinder auf dem Sportplatz und die Treffen mit Freunden. In Zeiten, in denen die sozialen Kontakte auf ein Minimum beschränkt sind und man die Menschen eher auf dem Laptop- oder Handy-Bildschirm sichtet als im wahren Leben, fällt auch das gepflegte Feierabendbier aus. Und auf einen Mai-Hock, ein Dorffest oder gar ein Festival zu gehen – das scheint in weiter Ferne zu liegen.

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Das merkt auch die Fürstenberg-Brauerei, die Anfang April Kurzarbeit anmelden musste: „Unser Leben hat sich durch die Coronakrise verändert, natürlich auch bei Fürstenberg“, beschreibt Geschäftsführer Georg Schwende die aktuelle Lage in der Donaueschinger Brauerei. Neben den eigenen Sorgen und Ängsten der Mitarbeiter gibt es aber auch eine große Anteilnahme am Schicksal von Betroffenen.

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Aus diesem Gefühl heraus ist eine Hilfsbereitschaft im Team entstanden, die jetzt dazu führt, dass die Fürstenberg Brauerei einfach Alkohol spendet. Wer sich jetzt schon ausmalt, dass er in den Genuss eines Fässchen kommt oder eine Kiste für den heimischen Keller, der irrt. Es geht in diesem Fall nicht darum, dass der Alkohol getrunken werden soll, sondern dass er in Corona-Zeiten auch anders helfen kann.

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Denn die Fürstenberg-Brauerei hat der Donaueschinger Sonnenapotheke 880 Liter Alkohol gespendet. Denn diesen hat die Brauerei übrig. Wie bitte?, fragen Sie sich jetzt sicher. Die Fürstenberg-Brauerei hat nämlich in eine neue Entalkoholisierung-Anlage investiert. Diese macht Biere mit wirklich null Prozent Alkohol möglich. Während der Alkohol in diesen Bieren nicht gebraucht werden kann, bekommt er so aber eine ganz neue Nutzung.

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„Dieser Alkohol ist sehr gut geeignet, um daraus dringend benötigte Desinfektionsmittel herzustellen“, freut sich Geschäftsführer Georg Schwende gemeinsam mit seinen Mitarbeitern und fügt hinzu: „Ein kleiner Beitrag, den wir in dieser außergewöhnlichen Zeit sehr gerne leisten.“ Und da die Brauerei noch mehr alkoholfreies Bier herstellen möchte, sind auch noch mehr Spenden an Apotheken aus der Region möglich.


http://stephanie.jakober@suedkurier.de

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