Wie können Advent und Weihnachten unter Corona-Bedingungen gefeiert werden? Dazu wurden in der jüngsten Sitzung des Pfarrgemeinderats (PGR) der Seelsorgeeinheit Donaueschingen bereits konkrete Vorstellungen auf den Weg gebracht.

Außerdem wurden Gemeindeteams für die fünf Pfarreien Heilige Dreifaltigkeit (Donaueschingen), St. Sebastian (Hubertshofen), St. Blasius (Aasen), St. Johannes (Pfohren) und St. Mauritius (Grüningen) berufen.

Draußen und nicht zu lange

Unter Corona-Bedingungen ist für die Gestaltung der Advents- und Weihnachtsgottesdienste viel Phantasie erforderlich: Insbesondere der Heilige Abend sei „freigegeben zur eigenen Gestaltung in den Pfarreien„ erklärt Pfarrer Erich Loks, Leiter der Seelsorgeeinheit. Grundvoraussetzung sei dabei: Draußen feiern, und nicht zu lange.

Auch wenn laut Statistik zwei Drittel der Deutschen die Weihnachtsgottesdienste nicht vermissen würden, wolle man in Donaueschingen, so PGR-Vorsitzende Marga Konn, „Advent- und Weihnachtsgottesdienste hier nicht einfach ausfallen lassen“. Vorgesehen ist die Gestaltung von je einem Adventsabend in Aufen, St. Marien und Allmendshofen. An Heiligabend ist um 17 Uhr ein 30-minütiger Vespergottesdienst im Schloßpark vor dem Donaueschinger Schloß geplant.

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Pastoralreferent Tobias Hofman weist allerdings darauf hin, dass dies eine „dynamische Situation“ sei, sich also kurzfristig ändern könne – schließlich habe man keine Schlechtwetter-Alternative. Außerdem soll um 22 Uhr in der Stadt eine Eucharistiefeier stattfinden.

Eucharistiefeier in jeder Gemeinde

Am 1. oder 2. Weihnachtsfeiertag oder am direkt folgenden Sonntag soll in jeder Gemeinde eine Eucharistiefeier angeboten werden. „Es sind bewegte Zeiten, wo wir beweglich sein sollten“ stimmte Pfarrer Loks auf die reduzierten Angebote ein.

Stattfinden soll, so PGR-Vorsitzende Marga Konn, auch der Marienmarkt am 2. und 3. Adventssonntag. Noch denkbar, aber noch nicht fix, ist der traditionelle ökumenische Gottesdienst am Abend des 3. Advent in Aasen. Ebenfalls stattfinden werden, so Pfarrer Loks, die Rorate-Messen. Darüber hinaus sollen alle Haushalte einen schriftlichen Vorschlag für eine Hausliturgie bekommen. Alle angemeldeten Sternsinger erhalten einen schriftlichen Segengruß und darüber hinaus sind „weitere gute Ideen willkommen“.

Fünf Gemeindeteams berufen

Mit der Vorstellung und Berufung der Mitglieder der Gemeindeteams der Pfarreien Donaueschingen, Aasen, Pfohren, Grüningen und Hubertshofen wurde das vielfältige Engagement der Ehrenamtlichen vor Ort deutlich.

In der Pfarrgemeinderatssitzung stellen Pastoralreferent Tobias Hofmann (von links), die PGR-Vorsitzende Marga Konn und Pfarrer Erich Loks (rechts) die Pläne für die Advents- und Weihnachtsgottesdienste vor. Mit dabei ist auch die neue Pastoralassistentin Stephanie Hoch (2. von rechts), die ihre Stelle am 1. September angetreten hat.
In der Pfarrgemeinderatssitzung stellen Pastoralreferent Tobias Hofmann (von links), die PGR-Vorsitzende Marga Konn und Pfarrer Erich Loks (rechts) die Pläne für die Advents- und Weihnachtsgottesdienste vor. Mit dabei ist auch die neue Pastoralassistentin Stephanie Hoch (2. von rechts), die ihre Stelle am 1. September angetreten hat. | Bild: Elisabeth Winkelmann

Sie stehen mit ihrem Einsatzschwerpunkten unter anderem in der Kirchenmusik, der Frauen-, Kinder-, Familien- und Altenarbeit, der Ministrantenbetreuung, der Pflege der Übersee-Partnerschaften, Messner- und Kommunionsdiensten oder der Gestaltung von Blumenteppichen und Prozessionen für das Leben, Arbeiten und Feiern in der Gemeinde. „Ich schaffe mit, wo Not am Mann ist“, sagte eine der Frauen – alle wollen miteinander anpacken. Fachlich begleitet werden die Gemeindeteams von Hauptamtlichen aus dem Katholischen Pfarramt Donaueschingen.

Bewerbung für Modellprojekt

Die Seelsorgeeinheit Donaueschingen möchte sich außerdem für das Modellprojekt der Erzdiözese Freiburg zur Begleitung von Ehrenamtlichen bewerben: Dabei werden an acht Standorten hauptamtliche Ehrenamts-Koordinatoren mit einem von der Diözese finanzierten 50-Prozent-Deputat eingestellt.

Der Pfarrgemeinderat Donaueschingen sprach sich einstimmig für eine Bewerbung zur Teilnahme an diesem Projekt aus. Die Stelle an der Schnittstelle von Haupt- und Ehrenamt ist auf vier Jahre befristet und könnte zum Sommer 2021 besetzt werden. Als Arbeitsort steht das ehemalige Pfarrbüro im Pfarrhaus in Pfohren zur Verfügung.