Der Feinbelag der Straße ist aufgebracht, das Asphaltband des Radwegs liegt ebenso wie die hellgrau gepflasterte Querungshilfe an der Auffahrt auf die Bregtalstraße. Eigentlich scheint die zweite Zufahrtsstraße zum Gewerbegebiet Längefeld fertig, auch wenn drei Sperrzaunelemente signalisieren, dass der Radweg noch nicht genutzt werden kann. Aber warum geht es, Wochen nachdem die Baufahrzeuge abgezogen sind, an der Baustelle nicht weiter?

Ortstermin steht noch an

Die Baumaßnahme sei bis auf Restarbeiten fertiggestellt, sagte Stadtsprecherin Beatrix Grüninger auf Anfrage. Es fehlten noch Geländer, Straßenmarkierungen und Verkehrszeichen. Dieser Tage werde ein Ortstermin stattfinden, um die Ausschilderung, Markierung und deren Anordnung zu besprechen. Im Anschluss werde die Freigabe der Straße terminiert. Die neue Straße werde offiziell in Form einer Übergabe beziehungsweise Einweihung für den Verkehr freigegeben.

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Hinter der Straßenbaumaßnahme stehen laut Stadt zwei Ziele. Sie schafft eine zweite Zufahrt zum Gewerbegebiet Längefeld: Diese Zufahrt steht in der Ende 2016 per Satzungsbeschluss auf den Weg gebrachte Erweiterung Längenfeld III. Die Maßnahme wurde initiiert, da die einzige Zufahrt in das Gewerbegebiet über die Bregbrücke gewährleistet war. Da seit Längerem die Sanierung beziehungsweise der Neubau der Bregbrücke im Raum stehe, sei der Hochwasser-Rückhaltebau für die zweite Zufahrt genutzt worden, so die Stadtsprecherin.

Der Blick vom Gewerbegebiet aus auf die neue Zufahrtsstraße: Die zweite Bregquerung bedeutet auch eine Entlastung der alten Bregbrücke in der Ortsmitte.
Der Blick vom Gewerbegebiet aus auf die neue Zufahrtsstraße: Die zweite Bregquerung bedeutet auch eine Entlastung der alten Bregbrücke in der Ortsmitte. | Bild: Wursthorn, Jens

Bei Neubau beziehungsweise Sanierung der Bregbrücke könnte eine umständliche Umleitung über Donaueschingen vermieden werden. Unabhängig davon dürfte eine zweite Zufahrt den Flaschenhals Bregbrücke deutlich entschärfen.

Befürchtungen: Brückenabriss noch früher?

Die Ankündigung, eine zweite Zufahrt zu bauen, zog im Ort Befürchtungen nach sich, der Abriss der alten Bregbrücke sei umso gewisser, sobald die Zufahrt über die Dammkrone des Rückhaltebeckens fertiggestellt sei.

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Eine Privatperson hatte 2018 versucht, die Genehmigung der Zufahrtsstraße zu verhindern. Der Verwaltungsgerichshof Baden-Württemberg lehnte den Antrag auf eine einstweilige Verfügung ab. Die Arbeiten für die neue Erschließungsstraße begannen Anfang Oktober 2018. Die Kostenkalkulation liegt bei 1,8 Millionen Euro, das Land schießt 645 000 Euro zu.