1000 neue Flüchtlinge sollen nach Donaueschingen kommen: Diese Nachricht machte die vergangenen Tage in der Stadt die Runde und sorgte für einigen Gesprächsstoff, vor allem vor dem Hintergrund, dass es einen zwischen Bund, Land und der Stadtverwaltung vereinbarten Zeitplan gibt, der regelt, wann welche Teile des Konversionsgeländes an die Stadt übergeben werden.

Im Rathaus selbst war man darüber auch erstaunt. Ebenso im Regierungspräsidium Freiburg. "Es war nie im Gespräch, dass 1000 Flüchtlinge nach Donaueschingen kommen", sagt Pressesprecher Markus Adler und dementiert damit die Gerüchte deutlich. Aktuell sei der Flüchtlingsstrom gar nicht so groß, dass es um solche Zahlen gehen würde, die verteilt werden müssten.

Jedoch sind die Zahlen in der Bedarfsorientieren Erstaufnahmestelle wieder leicht gestiegen. Aktuell sind dort 440 Flüchtlinge untergebracht. Es werden auch noch einige erwartet. Adler geht von einer zweistelligen Zahl aus.

Auch die Zusammensetzung habe sich geändert. Waren in den vergangenen Monaten oft junge Männer mit wenig Bleibeperspektive in der Notunterkunft, die sich auf dem ehemaligen Kasernengelände befindet, untergebracht, sind nun wieder mehr Familien dort untergebracht.

Aktuell sind darunter auch rund 40 Kinder von Säuglingen bis zu 16 Jahren. 16 davon sind schulpflichtig. Acht wären bereits an der Erich-Kästner-Schule untergebracht worden, die anderen acht sollen die Eichendorffschule besuchen. Dort würden aktuell noch die Gespräche laufen.

Der Zeitplan, der die Rückgabe des Geländes an die Stadt regelt, ist laut Markus Adler noch aktuell. "Daran wurde nichts geändert", sagt der RP-Pressesprecher. Während der nördliche Bereich schon für das neue Stadtviertel "Am Buchberg" erschlossen wird, soll der mittlere Bereich zum 1. Januar 2019 übergeben werden und der untere Bereich dann bis Mitte 2020.