Kinder, wie die Zeit vergeht! Die letzten Tage des Jahres 2019 stehen an. Das Meiste ist erledigt, die Stadt hat sich wieder ein bisschen gewandelt. Aber wie drückt sich das in Zahlen aus? Ein Blick in die Einwohnerstatistik zeigt, wo die Bevölkerung wächst, wo die meisten Babys auf die Welt gekommen sind oder wie sich die Abwicklung der Erstaufnahme auf die Gesamtzahlen auswirkt. Nicht fehlen dürfen kuriose Entdeckungen. Wer hätte vermutet, dass in diesem Jahr in Grüningen vier von fünf Neugeborenen Jungen waren und in Wolterdingen fast zwei Drittel Mädchen? Bis die amtliche Jahresstatistik der Stadt vorliegt, kann sich das noch verschieben. Für den kurzweiligen Ritt durch die Statistik reicht der Zahlenstrahl bis Ende November dieses Jahres.

Bevölkerungszuwachs: Donaueschingen wird in diesem Jahr Einwohner verlieren. Ende November zählte die Große Kreisstadt exakt 22.323 Einwohner. Gegenüber Jahresbeginn ist das ein Verlust um 361 Köpfe, sprich 1,6 Prozent. Diese Entwicklung geht zulasten der Kernstadt und dort im Wesentlichen der Flüchtlingseinrichtung.
 

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In der Rubrik Außenwanderung, sprich Wegzug, steht hier ein Saldo von 341. Aber auch 48 Menschen mit deutschen Pass verabschiedeten sich aus der Kernstadt. Dagegen halten können in diesem Jahr drei Ortsteile mit Zuwachs. Wolterdingen (1730 Einwohner) festigt mit 41 Neubürgern den Status als größter Ortsteil, Grüningen (807) legte um 17 Personen zu und das kleine Heidenhofen erzielte mit vier Neubürgern einen Zuwachs um 1,5 Prozent auf jetzt 265 Gemeldete.
 

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Eine Person hat Neudingen (654) eingebüßt, zwei sind es in Hubertshofen (387), elf Menschen weniger leben in Aasen und zwölf in Pfohren. Prozentual streut sich dieser Befund zwischen einem Plus von 2,4 Prozent in Wolterdingen und jeweils einem Minus von 0,8 Prozent in Pfohren und Aasen.
 

Bild: Müller, Cornelia

Männlich/Weiblich: Fast gleich viele Männer und Frauen leben in Donaueschingen. Das sagt die jüngste Statistik. Mit einem Plus von 45 haben die Männer einen winzigen Vorsprung. Der Männeranteil nährt sich im Wesentlich aus der ausländischen Bevölkerung. Dort liegt er bei 55 Prozent. Bei der deutschen Bevölkerung sieht es anders aus.
 

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9712 Frauen, entsprechen 50,7 Prozent, stehen statistisch 9442 Männern gegenüber. Den höchsten Männeranteil weist Grüningen (52,9 Prozent) auf, es folgen Hubershofen (52,7) Neudingen (52,1), Pfohren (51,9), Heidenhofen (51,7) und Wolterdingen (50,2). Mehr Frauen leben in Aasen (50,9 Prozent) und in der Kernstadt (50,2).
 

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Ausländeranteil: Aktuell leben 3169 Ausländer in Donaueschingen. Das sind 327 weniger als zu Jahresbeginn. Der Anteil der nichtdeutschen Bevölkerung sank in diesem Zeitraum um 1,2 Prozentpunkte auf 14,2 Prozent. Das statistische Landesamt listet im Vergleich den Ausländeranteil Ende 2017 im Schwarzwald-Baar-Kreis (14,7 Prozent) und in Baden-Württemberg (15,1 Prozent). Die Donaueschinger ohne deutschen Pass sind überwiegend jünger als jene mit diesem Dokument. Das drückt sich in den nächsten Statistiken aus.

168 Babys in der Kernstadt

Geburten: 237 Lebendgeborene, so der Fachausdruck, zählt die Stadt bisher. Das reicht nicht, um die Zahl der Gestorbenen (247) auszugleichen. Mit 22,4 Prozent liegt der Anteil ausländischer Kinder höher als der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung. In der Kernstadt kamen 168 Kinder auf die Welt. Was die Ortsteile anlangt, landete der Klapperstorch in Wolterdingen am Häufigsten.
 

Oskar ist da. In Wolterdingen kamen in diesem Jahr 18 Babys auf die Welt.
Oskar ist da. In Wolterdingen kamen in diesem Jahr 18 Babys auf die Welt. | Bild: Wursthorn, Jens


18 Babys wurden dort gemeldet, 13 waren es in Pfohren, zwölf in Aasen, neun in Grüningen und Neudingen, sechs in Hubertshofen und zwei in Heidenhofen. 132 kleine Mädchen stehen in der Statistik 105 kleinen Buben gegenüber. Der Mädchenanteil von 55,7 Prozent entspricht recht exakt dem Anteil der Kernstadt.

Vier Mädchen und zwei Buben in Hubertshofen

Ein Zweidrittel-Anteil Mädchen bei sechs neuen Erdenbürgern darf man in Hubertshofen als statistische Ungenauigkeit werten. Auch ein wenig Spielerei die 61,5 Prozent Mädchen in Wolterdingen, 58,3 Prozent in Aasen oder 22,2 Prozent in Grüningen. Dort kamen sieben Jungen und zwei Mädchen auf die Welt.

Sterbefälle: Sieben von zehn Donaueschingern leben in der Kernstadt. Hier dürfte das Durchschnittsalter höher liegen als in den Ortsteilen. Ein Anzeichen: 78,5 Prozent (230 Gestorbene) der 247 Todesfälle im ablaufenden Jahr verbucht die Kernstadt mit einem Bevölkerungsanteil von 71,6 Prozent.

Kernstadt verbucht vier von fünf Sterbefälle

Unter dieser Gesamtzahl macht die deutsche Bevölkerung mit 93,1 Prozent einen überproportionalen Anteil aus. 126 Verstorbene, entsprechend 51,0 Prozent, sind Frauen.