Ausgefallene 'Wohnobjekte erfordern ausgefallene Aktionen. So nutzten die Eigentümer Martin Otto und Shirley Plätz-Otto den Tag des offenen Denkmals, um zur Besichtigung ihrer prächtigen Wohnung im ehemaligen Max-Egon-Krankenhaus zu laden.

Ins frühere Max-Egon-Krankenhaus hat der Tag des offenen Denkmals geladen. Herzstück der Wohnung, die man besichtigen konnte, ist die kleine Kapelle mit Altar.
Ins frühere Max-Egon-Krankenhaus hat der Tag des offenen Denkmals geladen. Herzstück der Wohnung, die man besichtigen konnte, ist die kleine Kapelle mit Altar.

Aus dem einstmals mehr als 200 Betten fassenden Krankenhaus sind 32 Wohnungen entstanden. In einer dieser Wohnungen wurde die frühere Kapelle integriert. Und diese Wohnung ließ zahlreiche Donauschinger am heutigen Sonntag in das zuletzt als Lehrerakademie genutzte Gebäude pilgern. Sie kamen dort auf die Welt, wurden in der Kapelle getauft, oder waren selbst einmal in der Klinik als Patient. Auch ehemalige Krankenhausangestellte waren dort anzutreffen.

Ein Bild wie ein Kunstwerk ist die Kapelle mit ihrer Kanzel, die allerdings nicht mehr betreten werden kann. Hier wurden zahlreiche Donaueschinger getauft.
Ein Bild wie ein Kunstwerk ist die Kapelle mit ihrer Kanzel, die allerdings nicht mehr betreten werden kann. Hier wurden zahlreiche Donaueschinger getauft.

Die Besichtigung war möglich, weil die über 190 Quadratmeter große Wohnung aktuell zur Vermietung steht und Eigentümer Otto Martin aus Volkertshausen selbst ein großer Fan des landesweiten Denkmalstages ist. Einen Wermutstropfen hatte die Besichtigung dennoch. Denn der frühere Kreißsaal ist nicht, wie angekündigt, in die Wohnung integriert, sondern befindet sich in abgewandeltem Zustand in einer vermieteten Nebenwohnung. Ein Umstand, dem der eine oder andere Besucher am Sonntag dann doch etwas nachtrauerte.