Es ist davon auszugehen, dass in den kommenden Wochen die Anzahl derer, die nicht mehr selbst zum Einkaufen gehen kann, steigen wird. Allerdings gibt es schon jetzt viele Donaueschinger, die es nicht mehr können oder bereits nicht mehr sollten, da sie zur Risikogruppe für das Coronavirus gehören. Wer hier auf Freunde und Verwandte zählen kann, hat Glück. Ein Umstand, der nicht jedem beschieden ist. Dagegen wollen jedoch einige in der Stadt etwas unternehmen.

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„Wir sind vorbereitet“

Der Ortsverein des Roten Kreuzes Donaueschingen bietet hier seit Dienstag seine Hilfe an. Die Mitglieder bieten einen Versorgungsdienst für die Bewohner der Stadt und den Ortsteilen an. Sichergestellt werden soll die Versorgung im Bereich Lebensmittel, Drogerie und Medikamente, erklärt Julia Berchtenbreiter, stellvertretende Vorsitzende der Ortsgruppe. „Wir wissen nicht, wie viele Leute sich melden werden, aber wir sind vorbereitet“, erklärt sie. Es gebe noch viele Mitglieder, auf die man zurückgreifen könne und die dann auch helfen werden.

Wie geht die Anmeldung?

Einfach telefonisch unter 0771/20406110, per Fax an 0771/20406119 oder per Email an bestellung@drk-ov-donaueschingen.de anmelden. Bezahlt wird per Bankeinzugsermächtigung. Auf Bargeld soll aufgrund der derzeitigen Situation verzichtet werden, zudem solle die Abwicklung so einfach wie möglich ablaufen. „Die Leute können uns dann mitteilen, was sie haben wollen“, so Berchtenbreiter. Man richte sich dabei nach dem Bedarf. Beim Roten Kreuz sei das Telefon besetzt, die Bereitschaftsleiterin sei vor Ort. Die Bestellungen werden dann von Montag bis Freitag, ebenfalls per Email, Fax oder telefonisch von 10 bis 17 Uhr angenommen. Gehe eine Bestellung bis 20 Uhr ein, stellen die ehrenamtlichen Helfer sie am Folgetag bis 15 Uhr vor der Haus- oder Wohnungstür ab.

Voraussetzung für die Registrierung ist die Ermächtigung des Ortsvereins zum Bankeinzug der Bestellbeträge plus einer kleinen Aufwandsentschädigung.

Hilfe wird benötigt

Die Idee mit diesem Hilfeservice sei beim Ortsverein gereift, allerdings gebe es entsprechende Angebote nun auch immer öfter in anderen Städten. Die Stadt Donaueschingen unterstütze das, sagt Berchtenbreiter: „Sie findet es gut und unterstützt so etwas.“ Zudem stehe man in enger Absprache mit dem Donaueschinger DRK-Kreisverband. Je nachdem, wie sich die Situation entwickle, sei auch von dort Unterstützung zugesagt. Schon jetzt höre man im Bekanntenkreis, dass es im älteren Teil der Bevölkerung einige geben, die nicht mehr nach draußen gehen.

Nachbarschaftshilfe

Hilfe angeboten wird auch von der Facebook-Gruppe „Nachbarschaftshilfe Donaueschingen und Umgebung“. Die Initiative hat hier Maja Wernet gestartet. Man wolle sich im Internet vernetzen und Einkaufshilfe für ältere Menschen anbieten. Wer Hilfe benötige oder welche anbieten kann, der könne sich in der Gruppe anmelden, oder telefonisch bei Maja Wernet, von 9 bis 17 Uhr unter 07705/923040 oder unter 0173/6643983.

Erste Anfragen hat Wernet bereits erhalten, etwa von einer Person, die auf Medikamente angewiesen ist und sich in Quarantäne befindet. „Ich erzähle es nur, weil es tatsächlich Menschen gibt, die Hilfe brauchen“, erläutert sie in den sozialen Medien.