Themen haben die Strähl-Hansel und auch die Belzä Buabä reichlich gefunden: Was eignet sich mehr, als die Kommunalpolitik und Geschehnisse in der Stadt aufs Korn zu nehmen, wenn das traditionelle Strählen im Zunftlokal auf der Tagesordnung steht. Und so präsentierten die Hansel und auch die Teufel ihre Sprüchen unter viel Narro und Applaus. Die Adressaten der Kommunalpolitik glänzten allerdings mit Abwesenheit – einzig Jens Reinbolz war aus dem Gemeinderat da und dieser hat ja erst eine Sitzung auf seinem kommunalpolitischen Kerbholz. OB Erik Pauly und Bürgermeister Bernhard Kaiser trafen verspätet ein – obwohl sie abgesetzt sind, fand im Rathaus eine Sitzung statt.

Die Jungfere begeistern mit ihrem Gesang. Bild: Stephanie Jakober
Die Jungfere begeistern mit ihrem Gesang. | Bild: Stephanie Jakober

Und so verpassten die Beiden – wie übrigens auch ein Großteil der Zunftoberen – Hohn und Spott, der vor allem über den Stadtbus, das Sicherheits- und das Verkehrskonzept und die Personalprobleme im Rathaus ergossen wurde. Die Einbahnstraße auf der Fürstenbergstraße könnte man auch rückwärts fahren, der Stadtbus sei ein absolutes Minusgeschäft und auch wenig verständlich, dass der OB in der einen Woche verkündet, im Rathaus gebe es kein Personalproblem und in der nächsten Woche werden acht Stellen ausgeschrieben. Doch es kann auch so einfach sein: "Stoppt die Planungen in unserer Stadt, denn dort findet das Leben statt", so die Hansel.

D'Armbrusters: Kai, Lorenz, Simon, Jakob und Regina sorgen im Hirschen für Stimmung. Bild: Stephanie Jakober
D'Armbrusters: Kai, Lorenz, Simon, Jakob und Regina sorgen im Hirschen für Stimmung. | Bild: Stephanie Jakober

Und wer könnte so charmant vom Mord am Ehegatten singen? Die Jungfere, da nimmt man ihnen auch die Straftat nicht krumm. Und schließlich sind sie ja auch bekannt für ihr "Was geht das uns an?"