Die Werte des Thermometers klettern dieser Tage unaufhörlich in die Höhe. Die Konsequenz daraus: Es wird schnell geschwitzt – und vor allem viel. Um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen wird dementsprechend auch sehr viel getrunken. Ein Umstand, den Getränkehändler und vor allem auch Brauereien zu spüren bekommen. "Der Sommer läuft für uns derzeit sehr gut, es wird viel getrunken", sagt Ilona Zimmermann, Pressesprecherin der Fürstenberg Brauerei.

Allerdings sei es momentan der Fall, dass im Verhältnis mehr gekauft, als in Form von Leergut zurückgebracht werde. Ein Umstand, der die Brauerei vor Herausforderungen stellt: "Wir haben das alkoholfreie Zitrus-Radler temporär auf Braunglas umgestellt", erklärt Zimmermann. Der Absatz sei so gut, dass viele Flaschen weg seien und erst mal bei den Kunden im Keller landen. "Das Problem spitzt sich besonders beim Weißglas zu. Wir versuchen da einen Ausgleich zu schaffen", so die Sprecherin. Sie ergänzt: "Die ganze Branche ist von dem Problem betroffen. Das hat auch mit Lieferengpässen der großen Glashütten zu tun."

Die Brauerei sei dadurch "ein bisschen in der Bredouille", tue aber das Möglichste, um dem entgegen zu wirken: "Der Endverbraucher bekommt unsere Produkte auch weiterhin so, dass er damit seinen Durst stillen kann. Wir werden schauen, wie es sich mit dem braunen Glas nun weiterentwickelt", sagt Zimmermann. Wie lange die Situation so bleiben werde, könne nicht gesagt werden. Man müsse davon ausgehen, dass es sich entspanne, wenn das Sommerhoch überschritten sei, weniger getrunken werde und viele wieder aus dem Urlaub zurückkehren und das Leergut zurückbringen.

Vorteil des heißen Sommers und der hohen Absatzzahlen: Die Verluste durch das frühe Ausscheiden der deutschen Fußballnationalmannschaft werden dadurch gut aufgefangen: "Den Einfluss einer Weltmeisterschaft spürt man im entsprechenden Jahr. 2018 ist jedoch ein schöner Sommer und das Ausscheiden hat keine negativen Auswirkungen", erklärt die Pressesprecherin.