Wenn wir durstig sind, dann gehen wir zum Wasserhahn, drehen auf und lassen uns ein Glas frisches Nass einlaufen. Die Verfügbarkeit ist eigentlich ständig gegeben. Und wird gerne auch als selbstverständlich gesehen. Wie wichtig diese Versorgung ist, fällt erst auf, wenn sie man nicht mehr so funktioniert, wie sie soll.

Beispiel dafür ist etwa die Nachbargemeinde Villingen-Schwenningen. Dort wurden vor Kurzem abermals Teile des Trinkwassernetzes verunreinigt und mussten gechlort werden. Im Sommer 2017 herrschte eine Abkochgebot, die Stadtwerke VS verteilten Gratis-Wasser.

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Dass in Donaueschingen alles reibungslos läuft und alle täglich ausreichend Wasser zur Verfügung haben, dafür sorgen die Mitarbeiter der Wasserwerke. Sie achten auf die Leitungen, überprüfen die Qualität, und sollte irgendwo Wasser verloren gehen, dann machen sie sich auf die Suche, woran das liegen könnte.

Man bekommt viel mit

Dabei bekommen sie so einiges mit, was die Lebensgewohnheiten der Menschen in Donaueschingen betrifft. Die Suche nach einem Leck funktioniert nämlich über die Ortung der Schallwellen, die es in der Leitung ausstrahlt. Dazu müssen die Mitarbeiter der Stadtwerke genau hinhören. Am besten geht das in der Nacht, wenn alle schlafen. Zumindest sei das früher mal so gewesen, sagt Pasqual Baumann von der Firma Lawa Pro. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Leck-Ortung.

„Die Leute sind heutzutage nachts wesentlich aktiver“, erklärt er. Habe man früher zu später Stunde den Verbrauch problemlos ermitteln können, sei auch zu dieser Zeit oftmals Rambazamba. Aber warum nur?

Eine Mutation?

Schuld ist vielleicht eine Genmutation. Genauer, eine Variante des Gens CRY1. Wer es nicht besitzt, wird bereits gegen 21 Uhr müde. Menschen mit der Mutation werden erst gegen zwei oder drei Uhr morgens mit dem Schlafhormon Melatonin vollgepumpt und entsprechend erst dann müde. Ob das auf der Baar verstärkt vorkommt, müsste allerdings wohl erst noch untersucht werden.