Die Bandbreite der Aufgaben, mit denen sich die Feuerwehr konfrontiert sieht, hat in den vergangenen Jahren enorm zugenommen. Neben der Brandbekämpfung, Menschen- und Tierrettung sowie technischen Hilfen in Gebäuden oder bei Hochwasser kommen zunehmend Aufgaben im Umweltbereich dazu, etwa Gefahrgutunfälle, wo die Bevölkerung und die Umwelt wie Gewässer geschützt werden müssen. "Ein Wandel der Aufgaben beinhaltet auch einen Wandel in der Ausrüstung", sagt Oberbürgermeister Erik Pauly.

Der Stadtkommandant Martin Kiefer (rechts) zeigt dem Gesamtkommandanten Edgar Schiesel und OB Erik Pauly wie das Gerät, das gleichzeitig Spreizer und Schere ist, funktioniert.
Der Stadtkommandant Martin Kiefer (rechts) zeigt dem Gesamtkommandanten Edgar Schiesel und OB Erik Pauly wie das Gerät, das gleichzeitig Spreizer und Schere ist, funktioniert. | Bild: Jakober, Stephanie

Und so unterscheidet sich das neue Fahrzeug der Feuerwehr erheblich von seinem Vorgänger, der 32 Jahre seinen Dienst für die Donaueschinger Stadtabteilung getan hat und an dem Generationen von Feuerwehrmännern ihre ersten Erfahrungen gesammelt haben. Denn aus dem LF ist ein HLF geworden. Es ist nur ein Buchstabe, aber er macht einen großen Unterschied. Übersetzt heißt das: Anstatt einem Löschgruppenfahrzeug ist ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug im Einsatz. "Es ist die Königsklasse. Das Größte, was die Feuerwehr in Baden-Württemberg überhaupt anschaffen kann", sagt Kreisbrandmeister Florian Vetter. Doch die Notwendigkeit für so ein Fahrzeug in Donaueschingen sei gegeben: die Nähe zur Bundesstraße und auch zur Autobahn und dann noch das Stadtgebiet mit seiner Industrie.

CDU-Stadtrat Marcus Greiner begutachtet die Ausrüstung, die das neue Feuerzeug hat.
CDU-Stadtrat Marcus Greiner begutachtet die Ausrüstung, die das neue Feuerzeug hat. | Bild: Jakober, Stephanie

Über 440 000 Euro hat das neue Feuerwehr-Fahrzeug gekostet. 90 000 Euro kamen als Zuschuss vom Kreis. "Auch wenn der Gemeinderat gerne viel über die Finanzierung von Projekten diskutiert, gibt es eine Ausnahme: Bei der Feuerwehr sind sich immer alle einig", sagt der OB. Denn schließlich wären Investitionen in die Feuerwehr gleichzeitig auch Investitionen in die Sicherheit der Bürger. Und hinzu komme, dass die Feuerwehr ihre Wünsche immer mit "Augenmaß und einer sachlichen Begründung" anmelde.

Einmal Probesitzen: Anton Otto (rechts) testet mit seinem Opa Martin Auer das neue Feuerwehrauto.
Einmal Probesitzen: Anton Otto (rechts) testet mit seinem Opa Martin Auer das neue Feuerwehrauto. | Bild: Jakober, Stephanie

"In unserem neuen Fahrzeug vereinigen sich die Eigenschaften eines Löschfahrzeuges und die der technischen Hilfeleistung", erklärt Gesamtkommandant Edgar Schiesel. Mit diesem Fahrzeug könne sofort am Einsatzort mit der Hilfe begonnen werden – auch abseits der Straßen. Unfälle mit großen Lastwagen oder auch landwirtschaftlichen Fahrzeugen wären nun keine Herausforderung mehr, da das neue Feuerwehrfahrzeug alle technischen Mittel für eine entsprechende Hilfe mit sich führe. Und damit die Wehr auch ganz genau das hat, was sie braucht, wurden die Kameraden im Vorfeld viel einbezogen in die Ausstattung ihres neuen Fahrzeuges. Viele Stunden und Fleiß haben die Verantwortlichen in der Projektgruppe investiert – allen voran Gerd Wimmer und Philippe de Surmont.

Feuerwehrmänner kennen ihr Fahrzeug schon ganz genau

"Wir haben schon mit dem Üben begonnen", erklärt Stadtkommandant Martin Kiefer. Schließlich müssten die Kameraden im Ernstfall auch genau wissen, was wo in ihrem neuen Fahrzeug zu finden ist, um nicht eine wertvolle Sekunde zu verschwenden. Vier bis sechs Wochen Zeit wären hierfür benötigt worden.