Der neue Kirchengemeinderat der Christuskirchengemeinde steht. Letzte Wahlmöglichkeit war am vergangenen Sonntag um 12 Uhr. Gegen 18 Uhr waren die Stimmen ausgezählt.

Ursel Abele, Hans Ulrich Elben, Susan Hoyer, Ingeborg Kettern, Jens Kistenbrügger, Dag Lummerzheim, Birgit Ott, Lothar Piepmeyer, Madeleine Schmitt, Reinhard Schulze, Ernst Schurig und Uwe Schweizer werden in den nächsten sechs Jahren als gewählte Kirchenälteste und Mitglieder des Kirchengemeinderates gemeinsam mit den hauptamtlichen Pfarrerin Dagmar Kreider und Gemeindediakonin Carolina-Victoria Lemke als feste Mitglieder die Geschicke der Kirchengemeinde verantworten. Mit der Wahl können alle zwölf Sitze des Gremiums besetzt werden. Die Hälfte der gewählten Kirchenältesten kommt neu ins Amt. 

Ausschließlich Briefwahl

Die badische Kirchenwahl wurde diesmal ausschließlich als Briefwahl durchgeführt. Ungefähr 4500 Kirchenälteste wurden in die Gremien der rund 650 badischen Pfarreien und Kirchengemeinden gewählt. Etwa die Hälfte wird ab 2020 erstmals in Ältestenkreisen und Kirchengemeinderäten mitarbeiten.

13 Prozent Wahlbeteiligung

Von den etwa 4500 Mitgliedern der Christuskirchengemeinde mit der Kernstadt Donaueschingen und sieben Teilortschaften sind aktuell 3757 wahlberechtigt. Mit 488 abgegebenen Stimmen, das sind knapp 13 Prozent, liegt die Wahlbeteiligung hier im Vergleich der evangelischen Landeskirche in Baden relativ hoch.

Viele ungültige Stimmen

Die relativ hohe Anzahl von 37 ungültigen Stimmen wird mit dem komplizierten Wahlverfahren mit zwei Umschlägen, einem Datenzettel mit der Wahlnummer und dem eigentlichen Stimmzettel in Zusammenhang gesehen.

Jetzt muss das Wahlergebnis noch überprüft werden, bevor die endgültigen Zahlen veröffentlicht werden. Die offizielle Einführung der gewählten Kirchenältesten findet im Gemeindegottesdienst am 19. Januar 2020 im Gemeindegottesdienst in der Christuskirche statt.

Umfangreicher Aufgabenkatalog

Vor dem neuen Kirchengemeinderat liegt von der Verantwortung für die Gemeindefinanzen über Bauprojekte bis zu Personalentscheidungen ein umfangreicher Aufgabenkatalog. In Donaueschingen sind die Christuskirche und das Pfarramt in sehr gutem Zustand. Mittelfristig steht aber die energetische Sanierung des Gemeindehauses am Irmapark an. Gasbetonwände und Metallfensterrahmen treiben die Heizkosten in die Höhe. Die schon vor einigen Jahren erstellte Kostenschätzung beläuft sich auf gut 600 000 Euro.

Zusammenarbeit wird forciert

Aber auch was die Gemeindearbeit anbetrifft, stellen sich im Rahmen der gesellschaftlichen Entwicklungen wie demographischer Wandel und abnehmende kirchliche Bindungen ganz neue Aufgaben. In der badischen Kirchenleitung in Karlsruhe spricht man beispielsweise von Mitgliederorientierung, Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit, Kirche im Internet und Regionalentwicklung im ländlichen Raum, das heißt weitergehende Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden.

Zu letzterem hat man hier mit gemeinsamem Unterricht der Konfirmanden aus Donaueschingen und Hüfingen schon gute Erfahrungen gemacht. Ganz aktuell kommt mit dem Weggang von Pfarrerin Nicole Diedrichsen zum neuen Jahr nach Freiburg wohl ein Teil der Vakanzvertretung auf das Donaueschinger Pfarramt zu.