Das schönste Zeichen, dass Frühling und Sommer wieder zurück sind, ist das Pfeifen der Vögel. Wer lange wach ist oder früh aufsteht, der wird mittlerweile wieder von einem tollen Konzert begrüßt, wenn die ersten schwachen Sonnenstrahlen sich zeigen.

Jetzt ist es aber so, dass manche Pfiffe immer leiser werden. Das liegt schlicht daran, dass die zum Zwitschern gehörende Vogelart immer weniger wird. So etwa im Fall der Amsel. Bundesweit wurden elf Prozent weniger Amseln gesichtet, im Südwesten sind es sogar 18 Prozent, teilt der Naturschutzbund Deutschland (NABU) in Baden-Württemberg mit.

Aber wie wird so etwas überhaupt festgestellt, werden dazu alle Leute aufgerufen, einfach mal die Vögel im eigenen Garten zu zählen? Ja, in etwa so ist das. Und gezählt wird ganz aktuell. Bei der sogenannten „Stunde der Gartenvögel“ haben im Südwesten etwa 6547 Menschen rund 135 660 Vögel gezählt.

Nun ist die Aktion noch nicht beendet. Noch bis Montag, 20. Mai, können Ergebnisse der Zählungen per Internet, per App oder per Post an den NABU gesendet werden. Wenn sie also mal eine Mußestunde übrig haben, dann widmen sie diese doch den Piepmätzen. Bei Kälte und Regenwetter lohnt sich ein Spaziergang ohnehin nicht wirklich. Und anstatt der Stunde Meditation, Yoga oder autogenes Training, zählen sie doch einfach mal Vögel. Vielleicht wird daraus schon bald der neueste Trend in Sachen Entspannung. Und etwas zu lernen ist doch nie verkehrt.

Wie funktioniert das genau? Mit Blick auf Garten oder Balkon notieren sie von jeder Art die höchste Anzahl, die sie im Lauf einer Stunde gleichzeitig beobachten konnten. Falls sie die hiesigen Arten nicht kennen empfiehlt sich vielleicht auch noch entsprechende Literatur neben Fernglas und Tee-Tasse. Und wer weiß, eventuell ist das so spaßig, dass sie darin ihr neues Hobby entdecken.