Der Gemeinderat macht den Weg frei, damit das größte Unternehmen der Stadt, IMS Gear, seinem künftigen Flächenbedarf nachkommen kann. Zwei Hektar umfasst eine Wiesenfläche zwischen Pfohrener Straße und Raiffeisenstraße im Gewann „Am Neberweg“. Sie liegt am Rand eine Bereiches, das bei Hochwasser als Überschwemmungsgebiet fungiert. Der Technische Ausschuss stimmte der Aufstellung des Bebauungsplans einstimmig zu.

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Oberbürgermeister Erik Pauly betonte, die Stadt stehe mit IMS Gear in stetem Kontakt bezüglich möglicher Erweiterungsabsichten. Allerdings müsse wegfallender Rückhalteraum ausgeglichen werden. Lara Schneider, Sachgebietsleiterin Planung, meinte, Flächen entlang der Stillen Musel könnten den Ausgleich bewerkstelligen.

Anregungen zur Ausgestaltung des Areals gab es aus dem Gremium. Annie Bronner (Grüne) regte an, dem Unternehmen eine kompakten Bauweise nahezulegen. Die gegenwärtig genau jenseits der Raiffeisenstraße gelegene IMS-Gear-Stellplatzfläche wäre das falsche Beispiel. Auch eine Dachbegrünung oder ein Solardach wären wünschenswert. Direkt am Stadteingang gelegen, sollte das Bauvorhaben einen guten Eindruck machen, meinte Ralf Rösch (CDU) und empfahl, bei der Gestaltung besonders Acht zu geben.

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Von einer Verpflichtung des Unternehmens riet Stadtbaumeister Christian Unkel ab. Allerdings gehe die Verwaltung auf die Unternehmen zu und rege einen wirtschaftlichen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen an. Eine Parkhaus statt einer ebenerdigen Parkfläche sei hier ein gutes Beispiel.

Doch allzu bald dürfte nicht gebaut werden. Von einem grundsätzlichen Interesse an der Fläche sprach Dieter Lebzelter, im dreiköpfigen IMS-Gear-Vorstand für Finanzen und IT zuständig. „Konkrete Pläne verfolgen wir diesbezüglich derzeit allerdings nicht.“ Bezüglich des umweltkonformen Bauens freut sich Lebzeiter auf Gespräche mit Stadtverwaltung und Gemeinderat. Aspekte wie Ressourcenschonung und Energieeffizienz seien IMS Gear schon aus Gründen der Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit wichtig. Beim neuen Werk in Villingen-Schwenningen seien die in den örtlichen Bauvorschriften definierten Umweltvorgaben „mehr als deutlich“ übertroffen worden.

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Hätte das aktuelle Flächenangebot am Neberweg das Werk in der Doppelstadt verhindert, wenn es früher vorgelegen hätte? Nein, sagte Lebzeiter. Denn die Grundfläche für das Werk in VS beläuft sich auf 3,7 Hektar. Eine weitere Fläche in ähnlicher Größe sei optioniert.