An manchen Abenden tummeln sich auf dem Schellenbergsportplatz bis zu 80 sportbegeisterte Kinder beim Training oder bei Rundenspielen.

Zwei Herren- und zwei Mädchenmannschaften, vor allem aber 23 Jugendmannschaften stellen die Platz- und Trainingszeiteneinteiler oft vor schier unlösbare Kapazitätsprobleme. Denn längst reicht der eine Platz beim Clubhaus nicht mehr aus und auch mit dem vor zwei Jahren in Betrieb genommenen Kunstrasenplatz beim Anton-Mall-Stadion ist ein ordentlicher Spiel- und Trainingsbetrieb nicht mehr zu bewältigen. Der Verein hat sich also damit auseinandergesetzt, eine Lösung für das Platzproblem zu finden.

Angesichts solcher Kapazitätsengpässe besann man sich in Vorstandskreisen vor einigen Jahren des historischen FC-Platzes im fürstlichen Park, der zuletzt nur noch sporadisch genutzt wurde, und hat ihn seit zwei Jahren schließlich auch in den Trainingsbetrieb eingebunden. Mit vereinten Kräften machte man den Platz im vergangenen Jahr in Eigenarbeit wieder einigermaßen bespielbar, ohne jedoch mehr als den Status einer besseren Wiese erreichen zu können. Heuer nun will man sich des Platzes konsequenter annehmen, nachdem fleißige Helfer im vergangenen Jahr schon mal das Umfeld durchforstet hatten. Dafür wird allerdings auch einiges an Geld benötigt: Mit der Rasensanierung steht dem Verein nun eine kostspielige Maßnahme bevor. Von einer Gartenbaufirma soll heuer die Fläche aufgerissen, eingeebnet, Sumpfstellen trocken gelegt und neu eingesät werden. Anders als auf dem doch sehr trockenen Platz auf dem Schellenberg, hofft man im feuchten Parkgelände auf bessere Wachstumsbedingungen der Neueinsaat. Erste Kostenschätzungen ergeben für das Vorhaben einen finanziellen Aufwand von rund 25 000 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Rund hundert Jahre alt

Somit erlebt eine rund hundert Jahre alte Sportanlage eine unerwartete Wiederbelebung. Beim FC-Platz dürfte es sich um den ältesten Sportplatz Donaueschingens handeln, wurde er doch in den Gründerjahren des ersten Fußballclubs in Donaueschingen von Fürst Karl-Egon zur Verfügung gestellt und ist heute im Besitz der Fürstenberg-Brauerei. Ein entsprechender Nutzungsvertrag gibt dem SSC die Sicherheit, diesen Platz auf absehbare Zeit für sich nutzen zu können. Die in den fürstlichen Farben gehaltene Einzäunung ist fast noch komplett erhalten, die aus Beton bestehenden Pfosten scheinen für die Ewigkeit gemacht. Ein gutes Symbol für den Verein.