26 Sommerschulen gibt es in Baden-Württemberg. Doch er sei sicher, keine sei so cool wie diese, so Andreas Messmer, Leiter des Bildungsbüros des Landratsamts, bei der Übergabe der Zertifikate an die Teilnehmer nach dem Ago-Sommercamp. Häufig seien Schüler nur tageweise auf der Sommerschule, ohne Übernachtung, und der Fokus liege rein auf den Lerninhalten. Im Ago-Sommercamp kommen das Leben in der Natur und das gemeinsame Beisammensein dazu. Er sei überzeugt, dass diese inhaltliche Ausrichtung den Schülern entgegenkomme, das Ziel der Sommerschule zu erreichen. Es gilt, die Schüler der 7. und 8. Klasse stark zu machen für das kommende Schuljahr, sie am Ende der Sommerferien wieder in einen Rhythmus zu bringen und zu motivieren, schulisches Lernen gut anzupacken.

"Die Sommerschule hat viel Spaß gemacht, sogar der Unterricht": Das sagt Yves Rosenhöfer aus Schonach. Bild: Lutz Rademacher
"Die Sommerschule hat viel Spaß gemacht, sogar der Unterricht": Das sagt Yves Rosenhöfer aus Schonach. | Bild: Lutz Rademacher

Bereits zum siebten Mal veranstaltete Georg Tritschler vom Verein AGO, unterstützt von vielen ehrenamtlichen Helfern, dieses fünftägige Camp in freier Natur. Für die Lerneinheiten sorgten Patrik Müller von der Berneck-Schule Schramberg und Tabea Kaupp von der Wittum-Schule Sulgen.

Nach der Ankunft konnten sich die 16 Jugendlichen – elf Jungs und fünf Mädchen – beim Lagerfeuer kennenlernen. Danach gab es Abenteuer pur. Unter anderem standen ein Kreativwaldtag, ein Biwak, Nachtgeländespiele, Bogenschießen oder Klettern auf dem Programm. Am Donnerstag ging es in die Mosterei zum Schaumosten. Für alle ein unvergessliches Erlebnis, so auch für Fatima und Ibrahim, zwei syrische Kinder, die sich trotz Sprachbarrieren schnell integrierten.

Auf Empfehlung einer Klassenkameradin war der 15-jährige Yves Rosenhöfer aus Schonach ins Camp gekommen. "Das Camp hat meine Erwartungen sogar getoppt", sagt er. Besonders das Bogenschießen, der Besuch einer Kletterhalle und gemeinsames Mountainbike-Fahren haben im gefallen. Mit den anderen habe er sich schnell verstanden, alle seien nett, freundlich und hilfsbereit. Der Unterricht sei, wie Unterricht eben ist, aber mit den zwei Lehrern im Freien habe er sehr viel Spaß gemacht: "Einfach entspannter, lustiger und ohne Zeitdruck."