Kurz vor Beginn der Sommerferien gibt es für Journalisten einiges zu tun. Sämtliche Schulen im Gebiet feiern die Abschlüsse ihrer Schüler, Lehrer werden in den Ruhestand verabschiedet – kurzum: es gibt viel zu feiern. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass viele Termine bewältigt werden müssen. Stift raus, Block aufklappen, schreiben und weiter.

Wichtig ist besonders bei Bildern immer, dass auch die Namen der darauf abgebildeten Personen in der Unterschrift wiedergegeben werden. Obligatorisch also das Notieren, sind nicht alle teilnehmenden Personen bekannt. Was tun, wenn nachher bei der Bearbeitung dann auffällt, dass ein Name fehlt? Glücklich, wer es mit einem Unternehmen zu tun hat, das über eine Pressestelle notfalls die notwendige Information nachliefern kann. Kurze Internet-Recherche und die Telefonnummer ist gefunden.

Unerwartet gibt es dennoch Probleme, den Namen der gesuchten Person herauszufinden. "Komisch, die Leiterin hat bei uns eigentlich kurze blonde Haare, keine dunklen schulterlangen", kommt es aus dem Hörer. Vielleicht gibt es ja einen Kollegen, der über die Filialleitung in Donaueschingen Bescheid weiß. Vielleicht ist eine Präzisierung notwendig: "Es waren zwei Mitarbeiter der Volksbank mit dabei."

"Volksbank? Sie sind hier bei der Sparkasse." Hoppla, wie kann das passieren? Bei Durchsicht der eingegeben Rufnummer wird es klar: Wählt man die Nummer der Pressestelle der Volksbank Schwarzwald-Baar-Hegau mit Donauschinger Vorwahl anstelle der Villinger, dann wird man mit der Sparkasse verbunden. Zwischen den Konkurrenten liegen, zumindest telefontechnisch, lediglich ein paar Nummern. Interessant wäre hier sicher die Frage, wie oft die Banken mit der jeweils anderen telefonieren, bis auffällt, dass die falsche Vorwahl mal wieder einfach nur zur Leitung der Konkurrenz geführt hat.

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