Bleier hatte ihren Posten aus persönlichen Gründen im Juli nach nur zwei Jahren aufgegeben. Ihr Vorgänger wiederum, Gerhard Eberl, hatte die Musikschule 14 Jahre lang geführt. Nun hofft nicht nur Oberbürgermeister Erik Pauly, dass Berger der Einrichtung ebenfalls für einen längeren Zeitraum erhalten bleibt, wie er bei der offiziellen Vorstellung des neuen Leiters betonte.

Mit 1400 Mitgliedern, davon allein 1200 im musischen Bereich, stelle die Kunst-und Musikschule den wichtigsten Anker des kulturellen Angebots der Kreisstadt dar. „Bei uns wird Kultur großgeschrieben. Deshalb handelt es sich hierbei um eine entscheidende Position und wir freuen uns, in Herrn Berger eine kompetente Nachfolge gefunden zu haben“, erklärte Pauly.

Großer Dank gebühre dem stellvertretenden Leiter Dieter Kraus, der seit seinem Dienstantritt im Jahre 1978 eine wichtige Konstante in der Führungsriege darstelle. „In meiner langen Zeit an dieser Musikschule habe ich schon so einige Leiter kommen und gehen gesehen“, knüpfte Kraus an, „Bei Herrn Berger habe ich das Gefühl, dass eine lange und erfolgreiche Zusammenarbeit vor uns liegt.“

Auch Kulturamtsleiterin Kerstin Rüllke zeigte sich erfreut darüber, dass sich Berger in seinem Amt wohlfühle und auch bereits eine gewisse Vertrautheit im Umgang miteinander entstanden sei.

Der Neue, der an der Musikhochschule Zürich seine Ausbildung in den Fächern Dirigieren, Horn und Theorie absolvierte, war in den letzten Jahren bereits in mehreren Führungspositionen angestellt, zuletzt als Leiter der Stadtkapelle und Bläserschule in Rottweil. Innerhalb seiner Vorstellung betonte Berger, dass er die Musikschulleitung keineswegs als Kurzzeit-Engagement betrachte. Die Einrichtung biete mit ihrer vergleichsweise großen Schülerzahl, einem engagierten Kollegium und tollen Angeboten die optimalen Bedingungen, den Erfolg der vergangenen Jahre aufrechtzuerhalten und sogar noch auszuweiten.