Über 2200 Mitglieder und insgesamt 39 Ortsvereine gehören zum Landfrauenbezirk Donaueschingen. Um all diese Damen und deren unterschiedliche Interessen unter einen Hut zu bringen braucht es starke Nerven, große Ausdauer und nahezu unbegrenzte Motivation. Nachdem der Bezirk nun über zwölf Jahre lang von Heidrun Suchalla geführt wurde, gab diese nun im Frühjahr bei der Generalversammlung ihr Amt ab.

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Zum Glück wurde gleich eine erfahrene und motivierte Nachfolgerin gefunden: Bianca Laubis aus Lenzkirch-Kappel. Bereits seit sechs Jahren ist Laubis im Vorstand der Bezirks-Landfrauen als Beisitzerin aktiv und gestaltet auch in ihrem Ortsverein das Vereinsleben aktiv mit. „Bereits mit Mitte 20 bin ich in Kappel in die Landfrauen eingetreten. Auslöser war ein Nähkurs, welcher von den Landfrauen angeboten wurde“, blickt Laubis zurück. Ihre Tante war damals die Vorsitzende der örtlichen Landfrauen. „Sie meinte damals, wenn ich doch an dem Kurs teilnehmen möchte, dann kann ich ja auch gleich in den Verein eintreten“, erinnert sich Laubis. Und genau das tat sie.

In Ippingen war Laubis neun Jahre Vorsitzende

Als die Familie dann gemeinsam nach Ippingen zog, war für Laubis auch wieder gleich klar, dass sie dort in den örtlichen Landfrauen Verein eintreten wird. „Durch die Landfrauen habe ich auch in Ippingen sehr schnell Anschluss und neue Freunde gefunden“, sagt die Vorsitzende des Bezirks Donaueschingen. Doch es blieb nicht lange bei der reinen Mitgliedschaft. In Ippingen hat sie neun Jahre lang das Amt der Vorsitzenden übernommen. Aufgehört hat sie, weil ein Umzug nach Kappel, wo sie heute noch wohnt, angestanden ist.

Besonders gefällt ihr der Austausch mit den anderen Landfrauen

In der Zeit in Ippingen hat Bianca Laubis auch mit ihrem Engagement im Bezirk begonnen. „Ich finde es einfach interessant, andere Landfrauen über die Ortsgrenzen hinaus kennenzulernen“, so Laubis. Besonders gefällt ihr dabei der Austausch mit Frauen, die allesamt mit beiden Beinen fest im Leben stehen und ihre Überzeugungen kundtun würden.

Mit dem Bau ihres Traumhauses, das Bianca Laubis gemeinsam mit ihrem Mann in der Heimatgemeinde Kappel gebaut hat, erfüllten sie sich einen Traum.
Mit dem Bau ihres Traumhauses, das Bianca Laubis gemeinsam mit ihrem Mann in der Heimatgemeinde Kappel gebaut hat, erfüllten sie sich einen Traum.

„Anhand der Landfrauen sieht man immer wieder, was eine Gemeinschaft bewirken kann“, erklärt die Landfrauen-Chefin. Deutschlandweit hätten beispielsweise die Landfrauen und andere Frauenverbände durch ihren Einsatz die „Mütter-Rente erhöhen können. „Dies zeigt auch einfach, was für einen hohen Stellenwert die Landfrauen in der Politik haben und wie man sich politisch engagieren kann“, freut sich Laubis, denn bei den Bezirken- beziehungsweise dem Verband gibt es einige Ausschüsse, in denen sich Interessengruppen treffen und austauschen. „Hier kommen auch oftmals Themen auf, welche ansonsten vergessen werden. Oder man wird auf Frauengruppen aufmerksam, welche man so bisher noch nie betrachtet hat“, erklärt Laubis die Arbeit im Verband.

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An Bewährtem möchte die neue Bezirksvorsitzende durchaus festhalten: So soll unter der Leitung von Bianca Laubis auch die Bewirtung in der Feldner Mühle in Villingen fortgeführt werden, die in diesem Jahr für den 8. September geplant ist.

Nun sucht die Landfrauen-Chefin zwei neue Beisitzer

Des Weiteren harmoniere das Vorstandsteam des Bezirks Donaueschingen sehr gut untereinander. „Wäre das Miteinander in der Vorstandschaft nicht so toll, hätte ich den Posten nicht angenommen. Wir ergänzen uns super und jede bringt ihre Talente und Bekanntschaften mit. Deshalb sei es auch sehr schade, dass bei der letzten Generalversammlung zwei Beisitzer Posten nicht besetzt werden konnten. Doch die Vorstands-Damen lassen sich dadurch nicht entmutigen und wollen bei der nächsten Versammlung das Amt nochmals zur Wahl stellen.