Den Max-Rieple-Platz kennt jeder Donaueschinger. Doch wer genau war eigentlich der Namensgeber, der ein Sohn der Stadt war? Schriftsteller, Musiker, Gründer der neuen Musiktage nach dem Zweiten Weltkrieg. Stadtführerin Rosi Hoff wird bei den Donaueschinger Stadtgeschichten, die am 13. April in den Donauhallen zu sehen sein werden und vom SÜDKURIER als Medienpartner begleitet werden, im Beitrag "Max Rieple – ein Leben für die Musik" das Leben des Donaueschinger Bürgers, der von 1902 bis 1981 gelebt hat, beleuchten.

Stadtführerin Rosi Hoff gibt bei den Stadtgeschichten einen Einblick in das Leben von Max Rieple.
Stadtführerin Rosi Hoff gibt bei den Stadtgeschichten einen Einblick in das Leben von Max Rieple. | Bild: Jörger, Rainer

"Er wird immer als Heimatdichter bezeichnet, aber so wollte er nie genannt werden", erklärt Rosi Hoff. Gemeinsam mit Rainer Jörger, dem Macher der Donaueschinger Stadtgeschichten, begibt sich Rosi Hoff auf die Spurensuche, denn schließlich gibt es noch viele Orte in der Donaueschingen Innenstadt, die mit dem Brigach-Goethe in Verbindung zu bringen sind. Natürlich dürfen da das Geburtshaus von Max Rieple, in dem die Familie ein Kaufhaus unter dem Namen "Weiß-, Woll- und Kurzwarenhandlung" hatte, oder ein Besuch in der Schulstraße, wo Max Rieple das damalige Gymnasium besucht hat, nicht fehlen.

Schon als kleiner Junge offenbarte Max Rieple sein dichterisches Talent.
Schon als kleiner Junge offenbarte Max Rieple sein dichterisches Talent. | Bild: Jörger, Rainer

Schon früh offenbarte sich sein schriftstellerisches Talent, schließlich veröffentlichte Rieple schon im Alter von neun Jahren seinen ersten Gedichtband. Doch mit der Musik sah es etwas anders aus: Den Klavierunterricht soll er als schrecklich empfunden haben, wie die Expertin Rosi Hoff weiß. "Erst mit der Geige wurde seine Liebe zur Musik geweckt", sagt die Stadtführerin. Und diese Liebe wirkt bis heute nach, denn wenn im November stets die Fans der Neuen Musik aus aller Welt nach Donaueschingen kommen, dann ist das auf das Wirken von Max Rieple zurückzuführen, denn er hat gemeinsam mit anderen Mitglieder nach dem Zweiten Weltkrieg nicht nur die Gesellschaft der Musikfreunde wiedergegründet, sondern auch den Grundstein für die Musiktage legte.

Rainer Jörger, der schon in vielen Städten ungewöhnliche Geschichten auf die Bühne gebracht hat, bietet nun im kommenden Jahr eine Multimediashow in Donaueschingen.
Rainer Jörger, der schon in vielen Städten ungewöhnliche Geschichten auf die Bühne gebracht hat, bietet nun im kommenden Jahr eine Multimediashow in Donaueschingen. | Bild: Rainer Joerger

In einem weiteren Beitrag wird Max Rieple Thema sein. Kai Armbruster wird gemeinsam mit anderen Musikern ein altes Volkslied von Rieple zeigen.

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