Der Vorstand der Schellenberg-Hexen konnte am Samstag nicht entlastet werden. Nicht aber etwa aus Ungereimtheiten in der Vorstandstätigkeit, vielmehr aufgrund der Tatsache, dass die Kassenführungsunterlagen noch beim Finanzamt liegen, da den Schellenberg-Hexen aufgrund zu hoher Einnahmen im Jubliäumsjahr des Hexenballs eine Steuernachzahlung ins Haus steht.

Doch kein Thema, mit diesem Umstand kann man leben, zumal sich die Steuernachzahlung nach Vorabinformationen durchaus im stemmbaren Rahmen hält, und in der Aktivenversammlung im Herbst der Kassenbericht nachgereicht wird. Im mit über 100 Mitglieder fassenden Hexenverein mit einem sehr hohen Kinderanteil läuft es ansonsten rund. Einer auf der routinemäßig stehenden Mitgliedsbeitragserhöhung auf der Tagesordnung war aufgrund des neuerlich guten Ergebnisses aus der großen Hexensause am Fastnachtsfreitag schnell vom Tisch, etwas schmerzlich wog dennoch die Entscheidung der Versammlung über den Ersatz von vier Lautsprecher über 1000 Euro, die beim Hexenfeuer in diesem Jahr zu Schaden kamen. Neu bezogen werden auch die Schesen der Schellenberg-Hexen, Wohlfühlgarantie also für die Umzugsbesucher im nächsten Jahr, die eine solche rasante Fahrt durch die Straßen bei den Umzügen "genießen" dürfen.

Intensiv wurde über die Reaktivierung der Teilnahme am Donaueschinger Herbstfest diskutiert, jedoch stand neuerlich Aufwand zu Ertrag gerade bei widrigen Wetterverhältnissen mehr als im Vordergrund. Man wird hier noch einmal Vor- und Nachteile abwägen, um dann endgültig zu entscheiden. Bei den turnusmäßigen Wahlen wurden Thomas Wegner (Vorsitzender), Schriftführerin Lisa Häusler und erste Oberhexe Manuel Vantaggio in ihren Ämtern bestätigt.

Für Beisitzerin Elke Hägele, die 24 Jahre Dienst im Vorstand verrichtete, rückte Max Holwegler nach. Schon heute stehen neuerlich zahlreiche Termine um die fünfte Jahreszeit 2017 im Terminkalender der Schellenberg-Hexen, doch auch ansonsten lebt man unterjährig das Vereinsleben aktiv mit zahlreichen Veranstaltungen aus.