Die Stadt weiß die Jugendarbeit der Vereine zu schätzen und fördert diese auch stärker als Vereinigungen ohne speziellen Einsatz für den Nachwuchs. Entsprechend einmütig wie vor einigen Jahren beim Anliegen der DJK Donaueschingen ging am Dienstagabend auch der Antrag des Schellenberg-Sportclubs auf Übernahme des Kunstrasens im Sportzentrum und einen großen Zuschuss über die Bühne.

Nach vielen Lobesworten für die "tolle Entwicklung des Vereins" oder die "großartige Jugendarbeit" ging es in der Diskussion lediglich um einen Punkt, der für den das übliche Maß übersteigenden Zuschuss für die DJK einst Voraussetzung war, in der Praxis aber nicht funktioniert: die Mitnutzung durch andere Vereine. Auch beim SSC scheint bei 24 Teams kein Zeitfenster für andere Stadtclubs offen zu bleiben. Um so mehr pochte etwa Irmtraud Wesle (CDU) auf einen Nutzungs-Passus im Vertrag, an dem nun noch gefeilt wird. SSC-Chef Frank Jarsumbek sicherte aber zu, dass er bei entsprechender Nachfrage anderer Clubs kein Problem sehe.

Neben der Übernahme des FV-Erbes hatte der Verein einen Zuschuss über 110 000 beantragt. Die Verwaltung hatte dem Gemeinderat diesen Betrag für den Haushalt 2018 vorgeschlagen. Da der Verein aber keine Zeit verstreichen lassen und den Platz bald nutzen möchte, stellten die Gemeinderäte einstimmig mit einem Abstrich 100 000 Euro sofort zur Verfügung (finanziert über die überraschend hohe Gewinnbeteiligung am Gaszweckverband). 263 000 Euro wird der neue Belag kosten. Zu 30 Prozent wird der Sportbund die Investition fördern.

Da der Sportbund-Zuschuss meist erst mit deutlicher Verzögerung fließt und dem Verein eine finanzielle Lücke bleibt, werden die Mitglieder schon morgen, Freitag, 19.30 Uhr, zu einer außerordentlichen Versammlung ins Vereinsheim gerufen. Da die Kunstrasen-Firma eine Verlegung des neuen Belags sechs Wochen nach Auftragseingang zugesagt hat, müssen die Schritte wie die Darlehen, Eigenleistungen oder die Erhebung eines Sonderbeitrags für die Mitglieder besprochen werden.