Die Feuerwehrkapelle spielt Deep Purple und gestaltet die Plattform vor der Entenburg zu einer beeindruckenden Open Air-Bühne um: Zwei Jahre nach dem überregionalen Erfolg des ersten Donaumusikfestivals setzt sie mit der Freiluftveranstaltung „FWK rockt!“ am 13. Juli eine Konzertreihe fort, die mit dem Monsterkonzert im Reitstadion und den Veranstaltungen zum 150-jährigen Jubiläum bereits einige populäre Vorgänger hatte. Hinter dem Titel der Veranstaltung „FWK rockt!“ steht das außergewöhnliche Aufeinandertreffen des Pfohrener Blasorchesters mit der Heavy Metal-Band Fireball.

Der Pfohrener Profimusiker Jürgen Schneckenburger ist mit der Deep Purple Tribute Band Fireball zu Gast.
Der Pfohrener Profimusiker Jürgen Schneckenburger ist mit der Deep Purple Tribute Band Fireball zu Gast. | Bild: Rainer Bombardi

Die Band mit dem Pfohrener Profimusiker Jürgen Schneckenburger am Schlagzeug zählt unter bei den Deep Purple-Fans und Freunden des ehrlichen Rock zu den Geheimtipps der Szene. Live in musikalische Dimensionen vorzudringen, die vorher noch niemand betreten hatte, war einst ein Markenzeichen von Deep Purple. Die Feuerwehrkapelle transformiert mit der Umsetzung des Entenburg Open-Airs dieses Markenzeichen auf ihre Veranstaltung und beschreitet damit neue Wege.

Entenburg in besonderem Licht

Dass sie in der Lage ist, derartige Events zu stemmen, hat sie bereits bei der Jubiläumsveranstaltung zu ihrem 150. Geburtstag bewiesen. Dort traten die Musiker vor allem hinter der Bühne und in der Organisation in Aktion, Das Besondere an „FWK rockt!“ ist, dass sie zusätzlich aktiv an der Veranstaltung teilnehmen. Vorsitzender Georg Hasenfratz, der gemeinsam mit Jürgen Schneckenburger die Idee eines Open Air hatte, ist zufrieden.

„Wir haben lange überlegt mit welcher Veranstaltungsform wir unter freiem Himmel an das Donaumusikfestival anknüpfen wollen. Letztendlich fand die Idee, Deep Purple-Arrangements für Blasmusik im gemeinsamen Konzert mit der Deep Purple Tribute-Band zu präsentieren, auf Anhieb riesigen Anklang.“ Die gemeinsamen Auftritte von Deep Purple mit dem London Symphony Orchestra inspirierten die Feuerwerksmusiker zusätzlich bei der Umsetzung des Festivalprojekts unter der speziell für dieses Konzert illuminierten Entenburg.

Im Kreis der Erntenburg soll sich eine Atmosphäre wie beim Donaumusikfestival entwickeln.
Im Kreis der Erntenburg soll sich eine Atmosphäre wie beim Donaumusikfestival entwickeln.

Kaum war die Entscheidung für den Festivaltag getroffen, begannen für die Feuerwerksmusiker die Proben. Denn eines war von Beginn an allen klar: „Wenn die Deep Purple Tribute-Band Fireball zu Gast ist, spielen wir einige Stücke gemeinsam.“ Georg Hasenfratz verspricht sich von dem Abend ein Spektakel, wie es Pfohren nicht alle Tage erlebt. Die Anwohner sind bereits informiert, dass an diesem Tag der Ausnahmezustand herrschen wird und Entenburg-Hausherr Kai Sauser mit Familie erwies sich ohnehin von Beginn an kooperativ.

Proben fordern Musiker

Das Projekt „FWK rockt!“ fordert die Blasmusikmusiker während der Proben in besonderer Weise. Auch für Dirigent Alexander Wessalowsky ist ein derartiges Erlebnis nicht alltäglich. In der musikalischen Vorbereitung rauchen mitunter die Köpfe, so wie einst beim Jazz Festival 1968 in Montreux, als bei Deep Purples weltbekanntem Hit „Smoke on the water“ der Rauch über dem See aufstieg. Das Festivalspektakel selbst ist in mehrere Teile gegliedert und bietet neben Soloauftritten von Orchester und Band auch eine gemeinsame Präsentation von sechs Titeln der weltbekannten Rockband.

Unter ihnen befinden sich Klassiker wie „Smoke on the water“, „Child in Time“ oder „Hush“. Die Hits wurden speziell für den Auftritt von Feuerwehrkapelle und Fireball arrangiert. Die Auftritte von Fireball sind im übrigen relativ rar. Doch überall, wo sie sich die Band in der Besetzung mit Reyner Linden, Heiko Rust, Stephan Johannsen, Adrian Stadler und Jürgen Schneckenburger präsentiert, sorgt sie für ein begeistertes Publikum.