Der Ausbauplan ist auf Jahre fixiert, alles läuft nach Zeitplan. Also ist es die Gefährlichkeit der Aufgabe, die ungewöhnliche Arbeitszeiten erfordert. In der Tat. Denn hinter dem Arbeitstitel Bauwerk 4 verbirgt sich die Bahnbrücke, unter der der Eisenbahn aus dem Donautal nach Donaueschingen geführt wird. Weil die Brücke für den vierspurigen Ausbau der Bundesfahrstraße um 18,55 Meter verbreitert wird, fallen – unter größter Sicherheit – derzeit Basisarbeiten an. Geschalt bis in sechs Meter Höhe sind inzwischen die Widerlager nördlich und südlich der Bahnstrecke. Die Widerlager liegen allerdings in sichererer Entfernung von den Gleisen. Dazu hätte es keiner Nachtbaustelle bedurft. Anders sieht es bei den Pfeilern aus, die aus statischen Gründen in der Mitte der Brücke stehen: gefährlich nahe am Bahnbetrieb. Die bestehenden drei runden Betonstützen mit 1,20 Meter Durchmesser werden unter der Erweiterung um vier weitere Stützen ergänzt. Sie werden erneut auf Bohrpfähle gesetzt, die fast 14 Meter tief in den Boden gerammt werden.

So weit sind die Arbeiten noch nicht. "Jetzt wurden erst einmal die Spundkästen angelegt", sagte Trenz. Die Wasserabsperrung rund um die Pfeiler-Standorte sorgt dafür, dass die Bauarbeiter keine nassen Füße bekommen. Das ist zwar nicht sicherheitsrelevant, aber im negativen Fall dann doch der Anfang einer gehörigen Erkältung.