Der Donauuferzugang „Unter den Weiden“ in Pfohren bereichert den Landschaftspark Junge Donau um eine weitere blaue Perle. Oberbürgermeister Erik Pauly verwies in seiner Eröffnungsrede auf die Bedeutung der Donau als Lebensader einer Region und eines Kulturraumes hin, die in Donaueschingen beginnt und der flussabwärts bis Sigmaringen weitere zwölf Städte und Gemeinden angehören.

Pauly bezeichnete die Donau als einen Fluss im Wandel, dessen Bedeutung in der Geschichte Pfohrens bis heute eine herausragende Bedeutung besitzt. Pauly nannte die Aufteilung des Donauuferzugangs in eine Ruhe- und Rückzugszone und einen direkten erlebnisreichen Uferzugang bei der Donaubrücke als einen Glücksfall, der sich aus Gründen des Naturschutzes ergab.

„Eine tolle Maßnahme kommt heute zum Abschluss“, dankte Pauly dem Land, das die Hälfte der Projektkosten übernommen hat. Die Unterstützung der Bevölkerung und das Miteinander zwischen Bauamt, städtischer und örtlicher Verwaltung habe den Meilenstein für Pfohren auf den Weg gebracht. Landestourismusminister Guido Wolf sprach von einem weiteren Leuchttürmchen, das die landschaftliche Schönheit einer gesamten Region Junge Donau und deren Nähe zur jungen Donau bewusst wiederherstellt. Von der touristischen Aufwertung des internationalen Flusses profitiere auch die vor Ort lebende Bevölkerung.

Landschaftsarchitekt Tim Kaysers vom Planungsbüro Planstatt Senner dankte für die gute Zusammenarbeit aller Beteiligter. Ortsvorsteher Gerhard Feucht bezeichnete den zweigeteilten Donauuferzugang in Pfohren als ein Paradebeispiel an Bürgerbeteiligung. Die Grundidee für die neue Errungenschaft geht auf einen Hinweis von Hannelore Schröder-Engesser zurück. Die blauen Stangen bezeichnete er als Identifikationssymbol zu einem Fluss, der die 1200-jährige Geschichte Pfohrens bis heute prägt.

Die jungen Donau bei Pfohren sei Dank einer Mühle einst ein Wirtschaftsfaktor mit großem Einzugsgebiet gewesen. Heute stehe der touristische Aspekt im Vordergrund. Zudem habe die Donau die Funktion eines Wasserspeichers, diene zur Brandbekämpfung und sei eine Versorgungsquelle. Feucht bezeichnete die Junge Donau als Insel der Erholung für Jung und Alt, deren Attraktion mit dem zweigeteilten Donauzugang in Pfohren weiter ansteige.