Neudingen – Eine Bereicherung für das Vereinsleben der Landfrauen ist der umfangreich sanierte Gruppenraum im Obergeschoss der alten Schule. Profiteur der hellen und freundlichen Ausstrahlung ist auch der Radsportverein, der sich vor eineinhalb Jahren diskussionslos dazu bereit erklärte, sein langjähriges Vereinsdomizil mit den Landfrauen zu teilen.

Landfrauen-Vorsitzende Christa Matt erinnert sich, als sie vor eineinhalb Jahren aus dem SÜDKURIER erfuhr, dass die Landfrauen ihren Gruppenraum im Erdgeschoss der alten Schule verlassen müssen. Der städtische Verwaltung meldete für den angrenzende Kindergarten ab Mai 2018 die Eröffnung einer Kleinkindgruppe an. Damit verbunden waren strengere Auflagen an Sicherheit, Hygiene und Gestaltung des Raumes. Den Landfrauen blieb somit nichts anderes übrig, als ihren während mehr als 30 Jahren genutzten Vereinsraum zu verlassen.

In Gesprächen mit Ortsvorsteher Klaus Münzer kristallisierten sich in der alten Schule rasch die Mitnutzung der Vereinsräume von DRK oder Radsportverein oder der Umzug in die Molke als Alternativstandorte für die Landfrauen heraus. Schließlich fiel die Wahl auf den heutigen Standort. Eine Entscheidung, die Matt als einen Glücksfall bezeichnet.

Am letztjährigen Aschermittwoch begannen die Landfrauen dem Umzug in ihr neues Domizil. Die größte Herausforderung betraf die Deinstallation und den Wiederaufbau der nagelneuen Küchenzeile, die der Verein vor zwei Jahren dank finanzieller Förderung durch ein Kreditinstitut erstand. Die Konstruktion stammte aus der Ideenschmiede der einheimischen Möbelschreinerei von Hermann Widmann. Widmann war es auch, der die Idee hatte, den frisch sanierten Gruppenraum mit Regaltrennwänden so umzugestalten, dass er sich neben einer gemeinsam genutzten Fläche noch in zwei Lagerräume unterteilen lässt. Neben dem Umbau und den Malerarbeiten erhielt der Vereinsraum auch eine moderne Beleuchtung. In den nächsten Monaten wird er noch mit sechs Tischen und 30 Stühlen neu möbliert.

"Aus dem Umzug ergeben sich für uns nur Vorteile", stellt Matt zufrieden fest. Vereinskollegin Doris Gieray stimmt ihr zu. Erstmals kann die vor zwei Jahren erstandene Küchenzeile voll genutzt werden, denn an ihrem bisherigen Standort war sie mangels ausreichender Stromkapazität nicht angeschlossen. Im neuen Raum ist es möglich, tagsüber Veranstaltungen abzuhalten, was während des Kindergartenbetriebs unmöglich war. Der separate Raum für die Landfrauen bietet genügend Lagerkapazität. "Wenn er mit einem Tisch und ein paar Stühlen möbliert wird, besteht dort die Möglichkeit, kleinere Aktionen anzubieten oder sich für Besprechungen zu treffen." Der Radsportverein kann in Zukunft ebenfalls die Küche nutzen. "Für uns ist die räumliche Kooperation ebenfalls ein Riesenvorteil": Otto Huber, Abteilungsleiter des Chores ist überzeugt, dass die beiden Vereine gut miteinander harmonieren.