„Die ist ihnen auch geglückt“, sagt Robert Widowitsch, der Vorsitzende der Hans-Heini-Narro. Er hat das Wahrzeichen der Fasnet natürlich sofort unter die Lupe genommen und freut sich über das Engagement seiner Hexenfreunde.

Nachdem Narrenbaum Nummer eins indirekt ein Opfer von Sturmtief „Sabine“ wurde – weil er vorsorglich gefällt wurde auf dass von ihm keine Gefahr mehr ausgehen kann –, gab‘s kein Symbol der Narrenmacht mehr in Allmendshofen. Also schritten die Hexen am Sonntag zur Tat, stellten einen neuen, etwas dürren Stecken, und tauften den Baum auch gleich so, dass er ins digitale Zeitalter passt: „Narrenbaum 2.0“, wie ein Schild neben dem Narrenbaum erklärt.

Baum Nummer zwei führt nun zu der einmaligen Situation, dass beim Schneckenessen im „Grünen Baum“ am Aschermittwoch zwei Narrenbäume unter den Hammer kommen könnten. Doch es wird nur einer verlost. Für Exemplar Nummer zwei ist eine andere Verwendung vorgesehen. Es gibt in kleineren Gemeinden die schöne Tradition, einen Baum samt Storchenbild vor dem Haus aufzurichten, in dem sich bei einer Familie Nachwuchs angesagt hat.

Wie zu hören ist, soll eine Hexe einen aktiven Beitrag zur positiven Bevölkerungsentwicklung in Allmendshofen geleistet haben. So wird der Narrenbaum vom Fasnachtssysmbol zum Sinnbild des Lebens. Damit steht er nicht länger für die Herrschaft der Narren, sondern für Fruchtbarkeit, Gedeihen und Wachstum. Eine Karriere, die sich sehen lassen kann.

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