Für den elf Monate alten Labrador-Mischling Balu gibt es noch keine Entwarnung. Das sagte Polizeisprecher Diter Popp. Der Hund hatte in einem Garten in Aufen einen Giftköder entdeckt, ihn für genießbar befunden und gefressen (wir berichteten) Laut Polizei hatten Unbekannte zwischen Donnerstag und Samstagmorgen vergangener Woche Rattengiftköder in Aufen ausgelegt.

"Zum Glück stand sein Besitzer in Sichtweite und bemerkte das Geschehen sofort", beschrieb der Polizeisprecher des Polizeipräsidiums Tuttlingen rückblickend die Situation. Der Hund wurde daraufhin in die Tierklinik nach Freiburg gebracht. Dort wurde ihm der Magen ausgepumpt, so der Polizeisprecher. Seit Sonntag ist das Tier wieder zu Hause, es befindet sich allerdings in einem noch kritischen Zustand. "Man kann nur das Beste für Balu hoffen", meinte Popp.

Dass ein Hund Rattengift frisst sei eher selten, erzählt die Tierärztin Kersten Roth von der Tierarztpraxis Roth in Pfohren. "Die Chance des Tieres, zu überleben, hängt von der Menge des gefressenen Giftes ab", so die Tierärztin. Sie empfiehlt allen Haustierbesitzern dringlichst, für den Hund schädliche Dinge außerhalb dessen Reichweite aufzubewahren. Blutiger Urin oder Wunden, deren Blutung nicht stoppt, seien konkrete Anzeichen für eine Vergiftung des Tieres, so Roth. In diesem Fall solle der Hund umgehend zum Tierarzt gebracht werden.

Die Polizei bittet bezüglich der Vorgänge in Aufen unter der Nummer 07 71/83 78 30 um Hinweise aus der Bevölkerung.