Einen konzertanten Auftakt in die Jubiläumsveranstaltungen zum 150.Geburtstag wählte die Feuerwehrkapelle Pfohren für ihr Festbankett. In orchestraler Entschlossenheit stürmte sie mit ihrem Dirigenten Alexander Wassylenko auf Oberstufenniveau das innerschweizerische Felsmassiv des Pilatus und zog das Publikum in ihren Bann.

In die Gründungszeiten von 1867 entführte das Moderatorenduo Ralf Schneckenburger und Clemens Fritschi, die an die schwierigen Anfänge unter dem damaligen Dirigenten Fridolin Dufner erinnerten und ihren Trompeten schräge Töne aus der Komposition vom Walzer über die schöne blaue Donau entlockten. Seither floss viel Wasser entlang Europas zweitgrößtem Fluss, dem die Feuerwehrkapelle bis heute wie ein Fels in der Brandung standhält. In der Folge erlebte das Publikum ein Festbankett, das alles bot, was die Feuerwehrkapelle im ersten Ort an der jungen Donau heute zu bieten hat.

Symbolisch für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit in eineinhalb Jahrhunderten orchestralen Wirkens nutzte Schlagerwerker Valentin Feucht die Chance, mit seinen vor einer Woche vergoldeten Fähigkeiten am Xylophon das Publikum zu begeistern. Auch die Showelemente und Einzelnummern kamen nicht zu kurz. Sie waren eine Entschädigung für die Showkonzerte, die im Jubiläumsjahr der Terminfülle der Feuerwehrmusiker zum Opfer fallen. Doch auch in abgespeckter Version verstand es die Kapelle wechselweise in Einzelnummern und als Orchester zu begeistern. Gegen Ende des zweiten Teils begeisterten die Brassman, eine vor wenigen Jahren gegründete Formation, in der einige Pfohrener Musiker in origineller Brass-Manier ihre Zuhörer begeistern. Sie stand symbolisch für den Gemeinschaftssinn, der die Qualität der Pfohrener Blasmusik seit ihren Gründungszeiten fördert.

Bürgermeister Bernhard Kaiser lobte die Feuerwehrkapelle für eineinhalb Jahrhunderte Pflege des Brauchtums, als generationenübergreifendes Bindeglied für die Vielfalt der Menschen und kulturellen musikalischen Botschafter der Stadt. "Das Wesen der Musik ist es, Freude zu bereiten", zitierte Ortsvorsteher Gerhard Feucht den griechischen Philosophen Aristoteles und lobte die Feuerwehrkapelle für ihr Engagement, mit dem sie das gesamte Jahr hindurch die unterschiedlichsten Anlässe begleitet. Heinrich Glunz, Vorsitzender des Blasmusikverbandes Schwarzwald-Baar, verwies darauf, dass nahezu zwei Drittel der rund 5500 Musiker im Verbandsgebiet unter 27 Jahren seien. "Es ist alles gesagt", beschloss Zunftvorsitzender Jörg Moosmann den Reigen der Festredner und hob die Gemeinschaft der örtlichen Vereine als einen Eckpfeiler bei der Durchführung erfolgreicher überregionaler Feste im ersten Ort an der jungen Donau hervor.

 

Festprogramm

Das erste Donaumusikfestival mit integriertem Verbandsmusikfest beginnt am 25. Mai um 11 Uhr mit einer Vatertagsparty. Höhepunkt am 26. Mai ist eine SWR4-Sommernacht. Parallel zu den Verbandswertungsspielen steigt am 27. Mai der Festivaltag mit 15 Brass-Formationen. Am Festsonntag kommt es unter anderem zu einem großen Festumzug.(rom)