Eine Sommertour veranstaltete der CDU-Stadtverband Donaueschingen mit Justizminister Guido Wolf. Per Fahrrad erfuhren über 30 Parteimitglieder und Interessierte Orte der Donaustadt, an denen derzeit neue Entwicklungen im Gange sind und erhebliche Investitionen anstehen.

  • Kreistierheim: Viele neue Einsichten brachte der Besuch im Kreistierheim am Brigachweg. Leiterin Nadine Vogel führte durchs Katzen- und Hundehaus und an Ratten und Hasen vorbei. Dabei wurde schnell deutlich, wie marode die Einrichtung ist und wie dringend eine Erweiterung erforderlich ist, um die herrenlosen Haustiere artgerecht und praktikabel versorgen zu können. Dafür stehen insgesamt sechs hauptamtlich und weitere ehrenamtlich Mitarbeitende zur Verfügung.Ein Verein, dem der Landkreis, die Städte Donaueschingen, Villingen-Schwenningen und St. Georgen und drei Tierschutzvereine angehören, ist Träger der Einrichtung. Mit einer Umlagefinanzierung von 55 Cent je Kreiseinwohner ist die Finanzierung von 200 000 Euro jährlichen Kosten seit 1999 etwas sicherer geworden. Vereinsvorsitzender Andreas Kuchelmeister pflegt daher zusätzlich Patenschaften und organisiert Fundraising und Feste, um das Defizit möglichst gering zu halten.
  • Donauzusammenfluss: Im Zuge des vierspurigen Ausbaus der B27 plant die Stadt Donaueschingen eine Verlegung des Donauzusammenflusses sowie eine touristische Aufwertung dieses Bereichs. Zwangsläufig damit verbunden ist die Verlegung des Kreistierheims an die Breg im Kostenumfang von drei Millionen Euro.
    Zuständig sind die EU und das Land, trotzdem brauche man jede finanzielle Hilfe, so Kuchelmeister. „Hab‘s kapiert“, reagierte Justizminister Wolf locker. Noch mit Fragezeichen versehen ist die Finanzdimension der Verlegung des Donauzusammenflusses. Oberbürgermeister Erik Pauly erläuterte die Planungen. Danach soll der Bereich für den Tourismus zugänglich gemacht und zu einem markanten Ort am Beginn des Donau-Radweges entwickelt werden. Ein Abschluss des Gesamtprojektes bis 2020 ist für den OB „nicht ausgeschlossen“.
  • Parkschwimmbad/Realschule: Wie die geschätzten 4,7 Millionen Euro für die lange anstehende Sanierung des Parkschwimmbades und weitere 20 bis 30 Millionen für einen Realschulneubau finanziert werden können, ist nach Pauly noch unklar. Gleichwohl unterstrich eine Teilnehmerin mit Nachdruck die Notwendigkeit des Realschulprojektes und appellierte an Gido Wolf um entsprechende Unterstützung.
  • Öschberghof: Das Millionenprojekt Golfplatzerweiterung und Ausbau des Hotels Öschberghof fällt der Kommune als Standortvorteil und Alleinstellungsmerkmal für die Region einfach in den Schoß. Der Leiter der Filialentwicklung Aldi Süd, Daniel Burkhard, und die Prokuristen Sportdirektor Alexander Joos und Hotelmanager Mirko Bartl führten den umfangreichen Ausbau des Golfgeländes und der Hotelanlage vor. Über Kosten wird bei Aldi bekanntermaßen, so Burkhard, nicht geredet.