Eine jährliche Radtour jährlich gehört für die vier Wolterdinger Dieter Preis, Johann Neininger, Johannes Schilling und Artur Kaiser einfach zum Leben dazu. Die Radler blicken nun auf satte 35 gemeinsame Jahre – und sie können es immer noch nicht lassen. Den rüstigen und fitten vier Senioren – zusammen zählen sie beachtliche 303 Jahre – genügt es auch nach zirka 12 600 Kilometern Radwanderfahrten immer noch nicht. Die Mehrtagestour führte sie jetzt in die Holsteinische Schweiz.

Eifrige Pedaleure: Seit 35 Jahren besteht die Wolterdinger Radgruppe. Die jüngste Tour führte das Quartett in die Holsteinische Schweiz, im Bild das Holstentor.
Eifrige Pedaleure: Seit 35 Jahren besteht die Wolterdinger Radgruppe. Die jüngste Tour führte das Quartett in die Holsteinische Schweiz, im Bild das Holstentor.

Angeregt hat dieses Ziel dieses Mal Johann Neininger, der die Gegend vor Jahren schon einmal zu Fuß durchwandert hat. Es sei die längste Anreise aller bisherigen Touren gewesen, betonen die vier Radler. Die bis zu 80 Kilometer langen Etappen führten unter anderem zum Selenter See, nach Eutin, Malente, Plön, Preetz und nach Neustadt/Holstein. Am vierten Tag ging es weiter nach Lübeck, wo das Holstentor, die Marienkirche, das Buddenbrookhaus und natürlich der Dom besichtigt wurden.

Große Vorfreude

Doch warum nehmen die Pedaleure in diesem Alter noch solche Strecken auf sich? Der 75-jährige Dieter Preis findet dabei nichts Außergewöhnliches, er fährt schon seit Jahrzehnten Rad und hält sich auch noch mit Tennis fit. Beim 75-jährigen Johann Neininger, der unter dem Jahr die Wanderschuhe anhat, weckt die Vorfreude auf neue Touren den Ehrgeiz. Er trainiert wochenlang auf die Tage, denn „man will ja nicht als Loser da stehen“, sagt er.

Johannes Schilling ist mit seinen 79 Jahren der Älteste. Er fährt sehr gerne Rad, und auf diese Weise möchte er auch seine Kräfte testen. „Sich selbst bestätigen, dass man doch noch recht fit ist in dem Alter“, schmunzelt er. Und der 74-jährige Artur Kaiser ist das ganze Jahr über vor allem mit dem Rennrad unterwegs.

Sie verstehen sich alle glänzend. Und auf diese Weise könnten die rüstigen Wolterdinger neue Gegenden mit ihren Sehenswürdigkeiten kennenlernen, die man mit dem Auto nie anfahren würde, erzählen die Radler. 1984 wurde im Wolterdinger Tennis-Clubheim die Idee für die Unternehmungen der Radsportbegeisterten geboren. Gründungsmitglied Dieter Preis ist heute noch aktiv dabei.