Es ist vielleicht noch etwas früh, aber es liegt definitiv ein Hauch von Frühling in der Luft. Das bestätigt auch der Wetterdienst, der milde Temperaturen für das Wochenende vorausgesagt hat. Das beflügelt, im wahrsten Sinne des Wortes. Besonders alle Liebenden, die sich in ihrer jungen Liebe schmachtend am heutigen Valentinstag ihre gegenseitige Zuneigung bekunden. Natürlich machen das auch Verliebte, die schon seit etlichen Jahren einen gemeinsamen Weg gehen – zumindest manchmal.

Aber zurück zum Schlagwort "beflügeln". Seien es nun Sonnenschein und Temperaturen oder eben der Valentinstag, aber die hiesigen Vögelscharen sind ebenfalls in Flirt- und Romanzenlaune. Bereits jetzt sind Balzgesänge zu hören. "Vor allem zu hören sind Kohl-, Blau- und Sumpfmeisen sowie Kleiber und Amseln, zur Nacht manchmal auch der Waldkauz", informiert der Naturschutzbund (Nabu) Baden-Württemberg. Wie dessen Fachbeauftragter für Ornithologie, Stefan Bosch erklärt, stimuliere die zunehmende Tageshelligkeit im Februar die Hormone der Vögel, die mit der Balz beginnen. "Mit ihren Gesängen markieren die Männchen ihr Revier und versuchen, ein Weibchen anzulocken", so Bosch.

Die Balz gipfelt sogar in der Präsentation gleich mehrerer Wohnungen: So zeigt der Zaunkönig seinem Weibchen Mooskugeln im Rohbau in bester Lage. Auch beim Gartenrotschwanz kann das Weibchen aus potentiellen Bruthöhlen das ideale Quartier auswählen. Unter diesem Gesichtspunkt wird der Vorwurf der Kommerzialisierung bei den menschlichen Geschenk-Ideen rasch relativiert: Ein Eigenheim in bester Lage schlägt eben die Packung "Mon Chéri" um Längen – und sei es auch nur aus Moos gebaut.